Monday, 31 March 2014

Rückblick: März 2014

Der Monat ist so gut wie vorüber und hier folgt mein Fazit!


Gelesen im März 2014

The Dark Tower von Stephen King, 4/5 (Rezi)
The Ocean at the End of the Lane von Neil Gaiman, 4/5 (Rezi)
The Hero of Ages von Brandon Sanderson, 5/5 (Rezi)

Englisch-Challenge: aktuell 6 gelesene & rezensierte Bücher!


Ich lese gerade

The Way of Kings (Part I) von Brandon Sanderson. Viel habe ich nicht mehr vor mir und ich bin wieder einmal begeistert. Zum Glück habe ich die weiteren Bände schon zu Hause, wahrscheinlich lese ich die Reihe direkt weiter oder schiebe nur ein kurzes Buch dazwischen.


Sub/Neue Bücher im März 2014

Dark Divide von Jennifer Fallon
To Kill a Mockingbird von Harper Lee
Words of Radiance von Brandon Sanderson
Warbreaker von Brandon Sanderson (wieder auf dem SUB :) Haben mir meine Eltern nachgeschickt, juhuu!)

außerdem:
Crochet - The Complete Step-by-Step Guide (dazu folgt wahrscheinlich noch ein Extra-Post)
und ein Backbuch

Die letzten 2 zähle ich nicht zum SUB, da es keine Romane sind. Insgesamt liegt mein SUB jetzt bei 7 (ich hatte im März Geburtstag)


Geschaut im März 2014

True Detective: beendet (Season 1) ---> absolut geniale, spannende Serie mit 2 super guten Schauspielern. Schade, dass es in Staffel 2 neue Gesichter gibt.. Aber ich bin trotzdem neugierig darauf zu erfahren, wie es weitergeht und wer gecastet wird!
Hannibal: beendet (Season 1) ---> mein Freund meinte, ihm gefalle Mads Mikkelsen als Hannibal besser als Anthony Hopkins und das heißt schon was! Spannende Crime-Show, die nicht an gruseligen und ekligen Szenen spart. Bring on Season 2!
Downton Abbey: mittendrin (Episode 6, Season 4) ---> Drama und Herzschmerz galore. Und hach.. die Kostüme & das setting sind soo toll.. Ich bekomme immer Lust darauf mir einen Tee zu machen und am Kamin zu sitzen.. wenn ich einen Kamin hätte :D
Boardwalk Empire: mittendrin (Episode 2, Season 2) ---> Hat ein bisschen nachgelassen, wenn man mich fragt. Irgendwie fehlen die großen Überraschungen. Das Ende von Staffel 1 fand ich viel zu ereignislos und überraschend. Mal sehen, wie es weitergeht, ich habe noch Vertrauen in HBO.
Vikings: gerade begonnen (Episode 2, Season 2) ---> schaut aus, als hätte man dieses Mal ein größeres Budget zur Verfügung gehabt - schön Ragnar und co. wiederzusehen, aber damn.. der Mann hat sie doch nicht mehr alle! Folge 1 hat mich aufgeregt, weil Ragnar eindeutig die falsche Entscheidung getroffen hat.

---> 2 beendet und direkt kam wieder etwas neues dazu ;-) Neben all dem Sport den wir noch schauen.. Hört sich nach viel an, aber so schlimm sind wir gar nicht - da wir die Serien im TV schauen, gibts nur 1x pro Woche eine Folge. Und nächste Woche kommt dann endlich Game of Thrones dazu! Ich kann es gar nicht mehr abwarten...


Was bringt der April 2014?

Urlaub!! Ende des Monats geht es für 2 Wochen nach Bali und ich bin jetzt schon hibbelig. Bis dahin wird aber noch gearbeitet und so viel Geld gespart wir möglich, möchte mir ja dort auch was leisten können. Neue Bücher sind erstmal nicht geplant, vielleicht das eine oder andere ebook, damit ich nicht so viele Bücher mitschleppen muss, aber das entscheide ich spontan. Außerdem lerne ich jetzt häkeln (crochet) - da habe ich ein wunderbares Buch zu bekommen und werde mich die Woche mit allen Materialien eindecken, damit ich anfangen kann zu üben.

Dieses Mal habe ich leider keine Fotos für euch :(

Monday, 24 March 2014

Words of Radiance!

1070 Seiten!
 Jaaaaa, ich hab es gekauft! Words of Radiance, den 2. Teil der Stormlight Archive Reihe von Brandon Sanderson. Eigentlich wollte ich das Buch noch nicht kaufen, da ich dachte, dass zuerst nur die Hardcover-Variante veröffentlicht wird. Deshalb war ich ziemlich überrascht, gestern im Buchhandel die Taschenbuch-Version zu sehen  - und dann auch noch die, die zu meinen 1.Teilen passt! Da konnte ich natürlich nicht widerstehen.. Obwohl es unglaublich teuer war. 


Im Vergleich mit einem normalen TB

Ich lese gerade The Way of Kings (das Buch habe ich in 2 Teilen - Part I und II) und bin absolut begeistert! Deshalb werde ich wohl direkt weiterlesen - Band 2 mag ich nur ungerne mit in den Urlaub Ende April nehmen, da es viel zu groß und schwer ist :D Hoffentlich bekomme ich es vorher noch durch, drückt mir die Daumen ;-)

Sunday, 16 March 2014

Rezension: The Hero of Ages. Mistborn Trilogy 3 von Brandon Sanderson

The Hero of Ages
760 Seiten
Verlag: Tor Books
Erscheinungsjahr: 2008
englische Originalausgabe

1. The Final Empire
2. The Well of Ascension
3. The Hero of Ages

4. The Alloy of Law (spielt ca. 300 Jahre nach Ende der Trilogie)

Die Kurzbeschreibung spare ich mir, aufgrund  von Spoilern - nachzulesen ist sie für Interessierte hier  

Eigene Meinung

Wow.. einfach nur Wow! "The Hero of Ages" ist wahrscheinlich das beste Buch, das ich in den letzten paar Jahren gelesen habe. Hier stimmt einfach alles - die Ideen sind großartig, innovativ und die Umsetzung ist genauso gelungen. Während ich in Teil 1 & 2 noch ein paar Längen bemängelt habe, bietet der 3. Teil der Reihe Spannung und Dramatik ohne Ende. Das Buch ist rasant aber regt auch zum Nachdenken an und hat seine ruhigen Szenen. 

Ich bin einfach begeistert davon, wie gut Sanderson die Handlungsstränge zusammenführt, wie er Geheimnisse aufklärt, über die man sich in den vorherigen Büchern gewundert hat und vor allem, wie alles perfekt zusammenpasst. Die Geschichte wirkt unglaublich gut durchdacht und clever.

Und dabei wird der Leser immer wieder überrascht, immer wenn man denkt, man habe die Handlung durchschaut oder die Motivationen und Strategien der Charaktere verstanden, passiert etwas völlig Unerwartetes und lenkt die Geschichte wieder in eine komplett andere Richtung. 

Dabei spielt Sanderson gekonnt mit den traditionellen Konzeptionen von Gut & Böse, verwischt die Grenzen und lässt den Roman zu etwas besonderem werden. Man kann nie genau sagen, wer "gut" oder "böse" ist, denn absolut alle Charaktere tun gutes sowie böses, egal wie ihre Motivationen aussehen. Die Charaktere, die mir schon in den vorherigen Bänden gut gefallen haben, werden weiter entwickelt und wir lernen sie noch besser kennen. Vor allem hat mir gut gefallen, dass einige Personen in den Fokus rücken, die vorher eher Nebenfiguren waren, wie zum Beispiel Spook. Seine Geschichte hat mich wirklich überrascht und beeindruckt. 

Aber nicht nur seine - auch war ich froh, einige altbekannte Charaktere weiter zu verfolgen, wie zum Beispiel TenSoon, und immer neues über das Land, die Religionen und die Menschen und Wesen zu erfahren. 

Die Auflösung zum Schluss hat mich umgehauen. Und ich hatte sogar echt mit den Tränen zu kämpfen. Eine absolut großartige Geschichte! Ich kann es nicht oft genug sagen und kann jedem ans Herz legen, die Mistborn Trilogie zu lesen.



Bis jetzt ist das Buch mein absolutes Lese-Highlight 2014!

Saturday, 15 March 2014

Ich bin sooo begeistert...

...von The Hero of Ages!! Ein richtig, richtig tolles und packendes Buch, das ich sicher schon viel frueher beendet haette, wenn nicht so viel anderes zu tun waere. Bin bei 76% und hoffe, dass ich den Roman morgen zu Ende lesen kann, denn ich habe frei!

Momentan tendiere ich sehr stark zu The Way of Kings als naechster Lektuere. Viel Auswahl habe ich eh nicht :D "The Twelve" wuerde ich gerne im Urlaub Ende April lesen, wenn mir nicht vorher die Buecher ausgehen.. Und nach "The Undivided" ist mir gerade nicht - das Buch habe ich ja schon begonnen, aber dann abgebrochen. Habe noch immer Schwierigkeiten mit Parallelwelten. Aber ich lese es noch. Jennifer Fallon ist eine zu gute Autorin und bis jetzt konnte mich alles von ihr ueberzeugen, deshalb gebe ich nicht so schnell auf.

Oh, und Anfang naechsten Monats gehe ich dann mal wieder Buecher-Shoppen - freue mich schon!


Sunday, 9 March 2014

Rezension: The Ocean at the End of the Lane von Neil Gaiman

The Ocean at the End of the Lane
192 Seiten
Verlag: William Morrow
Erscheinungsjahr: 2013
englische Originalausgabe


Kurzbeschreibung

A man returns to the site of his childhood home where, years before, he knew a girl named Lettie Hempstock who showed him the most marvelous, dangerous, and outrageous things, but when he gets there he learns that nothing is as he remembered.  

Eigene Meinung

Neben der einen oder anderen Kurzgeschichte ist dies meine erste Novelle von Neil Gaiman. Die Geschichte ließ sich fix lesen - knapp 200 Seiten sind ja recht wenig, vor allem verglichen mit dem 1000-Seiten-Schinken, den ich vorher gelesen habe. 

Insgesamt ist es eine märchenhafte und auch zum Teil grausame Geschichte, die zwar kurz, aber fein ist und mir gut gefallen hat. Sie wird aus der Sicht vom heute erwachsenen Ich-Erzähler, der namenlos bleibt, erzählt und behandelt Geschehnisse aus seiner Kindheit an die er sich im Hauptteil der Geschichte erinnert. 

Als 7jähriger lebt der Hauptcharakter ziemlich zurückgezogen, verliert sich gerne in seinen Büchern und hat keine Freunde. Ziemlich traurig fand ich, dass niemand zu seiner Geburtstagsparty erschienen ist und er mit seiner Schwester und einer ihrer Freundinnen alleine war. 

Allerdings lernt er schon zu Beginn des Romans die 11jährige Lettie Hempstock kennen, sowie deren Mutter und Großmutter. Bei diesen merkwürdigen und mysteriös wirkenden Frauen fühlt sich der Junge wohl und schließt langsam Freundschaft mit Lettie. 

Obwohl 200 Seiten echt nicht viel sind, schafft es Gaiman seine Charaktere nicht blass erscheinen zu lassen. Vor allem die Hempstock-Frauen haben etwas, dass sie besonders macht und voneinander unterscheidet. Sie wirkten für mich wie echte Persönlichkeiten und blieben nicht farblos. Das gleiche gilt für den Hauptcharakter, dessen Schicksal mir schon nah gegangen ist und dessen Verzweiflung ich als Leser nachvollziehen konnte. Auch macht er eine Entwicklung durch, die für mich plausibel war.

Lettie entscheidet sich dazu, ihn mitzunehmen, um ein Monster zu finden, welches die Bewohner des Ortes tyrannisiert und unschädlich zu machen. Obwohl die Aktion auf den ersten Blick geglückt scheint, ist etwas schief gelaufen.... 

Hier kommen dann auch die fantastischen Elemente ins Spiel und das Leben des Ich-Erzählers ändert sich von einem Moment auf den anderen. Die Geschichte wird düster und die Ängste des Hauptcharakters sind sehr realistisch dargestellt. Man fiebert mit ihm mit und die Spannung wird zum Teil unerträglich. 

Zum Ende hin hat der Ich-Erzähler vielen Versuchungen zu widerstehen, muss seinen Mut finden und erkennt den Wert der Freundschaft.. 

Die Geschichte war in sich stimmig, magisch, überraschend, traurig und gleichzeitig schön. 

Deshalb vergebe ich:



Für 5 hat mir dann doch der ganz große WOW-Effekt gefehlt. Und es hätte gerne länger sein können ;-)

Monday, 3 March 2014

Lieblingszitate: Neil Gaiman

The Ocean at the End of the Lane

I do not miss childhood, but I miss the way I took pleasure in small things, even as greater things crumbled. I could not control the world I was in, could not walk away from things or people or moments that hurt, but I took joy in the things that made me happy.

Sunday, 2 March 2014

Rezension: The Dark Tower von Stephen King

Wichtige Info zuerst: Die Rezi enthält ein paar kleine Spoiler zum Inhalt der einzelnen Bücher. Ich habe versucht nicht zu viel zu verraten, aber es war nicht so einfach über die Reihe zu berichten ganz ohne inhaltliche Informationen ;-) Spreche aber keine großen Enthüllungen etc. an.

















Zu den gesammelten Dark Tower-Zitaten geht es hier: [klick

Meine Meinung zur gesammten Reihe

So, innerhalb von vielleicht 5 Jahren habe ich nun die komplette Dark Tower-Reihe gelesen. Mit einigen Pausen zwischen den Büchern (bis auf die letzten 3) und auch einigen Unterbrechungen innerhalb des jeweiligen Buches. Ich war auf der einen Seite sehr begeistert von der Komplexität und dem Ideenreichtum aber auf der anderen Seite auch genervt von einigen Längen. Ein paar Geschichten hätte man auch kürzer fassen können... Noch dazu hatte ich so meine Probleme mit dem Ende, aber dazu später mehr.



Insgesamt finde ich klasse, das so viele Genres in einem vereint werden - Endzeit, Fantasy, Western, Sci-Fi und Horror werden bunt gemischt und das Zusammenspiel gelingt meiner Meinung nach sehr gut. Eine gute Prise Romantik ist auch zu finden, vor allem im 4. Roman.

Besonders gefallen haben mir die Einbindungen bekannter Klassiker (Filme oder Bücher), Songs oder Persönlichkeiten. Es gibt viele Symbole, viele Rätsel und die Geschichte ist meistens wenig durchschaubar. Man wird sowohl überrascht als auch schockiert.

Wie schon erwähnt, ist die Story unglaublich komplex und beizeiten sehr kompliziert. Alles hängt irgendwie zusammen, es gibt nicht nur eine Welt, sondern viele. Obwohl es nur einen großen Handlungsstrang gibt, der Roland und sein Ka-Tet (=seine Gefährten) verfolgt, werden viele Rückblicke eingestreut und einige Charaktere, die auf dem Weg zum Turm angetroffen werden, erzählen ihre Geschichten. Viel Platz nehmen die Geschehnisse aus Rolands Vergangenheit ein, die nach und nach angesprochen werden und sogar fast einen kompletten Roman bestimmen.

The man in black fled across the desert, and the gunslinger followed.

In The Gunslinger, dem ersten und kürzesten Buch der Reihe wird man mit Roland, seiner Quest - der Suche nach dem dunklen Turm - und seiner Welt, Mid-World, bekannt gemacht. In diesem Roman verfolgt Roland den Mann in schwarz und die Basis für die weiteren Bücher wird gelegt. Das Buch hat mich noch etwas verwirrt zurückgelassen, aber vor allem das Ende hat mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht.

Außerdem hat mir Roland sehr gut gefallen. Kein strahlender Held, sondern ein recht skrupelloser und emotionsarmer Antiheld, der nur sein Ziel, den dunklen Turm, im Sinn hat. 
Nach und nach erfahren wir mehr aus seiner Vergangenheit. Seine Ausbildung zum Gunslinger wird thematisiert sowie seine Beziehung zu Menschen, die ihm nahe standen.

Jetzt, wo ich die komplette Reihe kenne, bin ich beeindruckt von den kleinen Andeutungen und Hinweisen auf die komplette Geschichte, die in Band 1 gegeben werden. Auch vielese, was ich damals noch nicht verstanden hatte, macht auf einmal einen Sinn. Ist also gut durchdacht gewesen. Immerhin hat King um die 30 Jahre an der Reihe geschrieben und viele seiner bereits veröffentlichten Werke haben Einfluss auf die Dark Tower-Reihe genommen.

Go then, there are other worlds than these.

Für The Drawing of the Three brauchte ich zwei Anläufe, denn zunächst war mir das alles nicht geheuer. Roland ist nun nicht mehr allein, sondern lernt nach und nach neue Gefährten kennen. Das allerdings auf sehr ungewöhnliche Weise und aufbauend auf eine Prophezeiung aus Teil 1. Ich möchte nicht zu viel verraten, deshalb nur das: Die Geschichte spielt nun auch in unserer Welt und stellt 2 neue Charaktere vor, die unterschiedlicher nicht sein können: 
Den drogenabhängigen Eddy Dean und die im Rollstuhl sitzende Odetta Holmes, die sich später Susannah nennen wird.

Das erste Viertel des Buches fand ich sehr verwirrend und weit hergeholt - außerdem mag ich Geschichten nicht, die Tore zwischen den Welten thematisieren. Allerdings bin ich trotzdem dran geblieben und die Geschichte konnte mich ab der Hälfte doch noch packen, da sie spannend und abwechslungsreich blieb und ich mich sogar mit der Existenz verschiedener Welten anfreunden konnte.
  
We are going to go, Eddie. We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end we will stand.

Der 3. Band The Waste Lands hat mir wohl von allen am besten gefallen. Die Gruppe ist nun komplett, die unterschiedlichen Charaktere ergänzen sich wunderbar und wirken weit weg von jedem Klischee. Jeder ist auf seine eigene Weise besonders, hat Stärken und Schwächen und sorgt oft für Überraschungen. Entwicklungen sind zu erkennen und plausibel beschrieben.

Man erfährt nun mehr über den dunklen Turm, die drohenden Gefahren und die Welt des Gunslingers. Es gibt einige sehr spannende und actionreiche Szenen, wie das Zusammentreffen mit Shardik. Aber am meisten gefallen hat mir, dass eine weitere Person zum Gunslinger-Trio stößt und diese Person gehört jetzt zu meinen absoluten Lieblingscharakteren. Seine Geschichte hat mich unglaublich gefesselt und mitfiebern lassen, so dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. 

Es ist insgesamt sehr turbulent, spannend, aber vor allem auch gruselig, denn in der zerstörten Stadt Lud treffen die Gefährten auf Blaine, the Mono. und ugh.. seitdem habe ich Angst vor Eisenbahnen :D Ich erzähle nicht zu viel, aber die Geschichte wird noch rasanter und unglaublicher, bis sie dann mit einem Cliffhanger endet.. Zum Glück hatte ich das nächste Buch direkt bereit ;-)

Blaine is a pain, and that is the truth.

Wizard and Glass  knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an und führt die Handlung auf dem Höhepunkt der Spannung fort. Deshalb hatte ich auch keine Probleme den Faden zu finden und habe direkt damit begonnen die Geschichte weiter zu verschlingen. Dennoch bleibt das Geschehen der Gegenwart dieses Mal nur eine Rahmenhandlung, denn das Buch dreht sich ganz um ein "Abenteuer" aus Rolands Jugend, welches ihn und seine 2 Freunde Cuthbert und Alain in die Baronie Mejis führt, in der sie einer Verschwörung auf die Spur kommen und Roland seine große Liebe kennenlernt. 

Zuerst war ich wenig begeistert von der Unterbrechung der eigentlichen Geschichte, da mir die gerade so gut gefallen hatte. Noch dazu fängt die Mejis-Erzählung ziemlich ruhig und langsam an, was mir so gar nicht gefallen hat. Nach und nach aber, hat mich die Geschichte immer mehr in ihren Bann gezogen und auch die neuen Charaktere hatten ihren Charme, wie zum Beispiel Sheemie oder (auf etwas andere Weise^^) Rhea.. Außerdem hat die Story viel über Roland und seine Besessenheit den dunklen Turm zu finden preisgegeben. 

Obwohl mir die Geschichte mit ihrer Dramatik und Tragik doch noch gut gefallen hat, war ich froh am Ende wieder bei Roland, Eddie und co. zu sein.

If it's ka it'll come like a wind, and your plans will stand before it no more than a barn before a cyclone.

The Wolves of Calla  führt die Geschehnisse der Gegenwart weiter und erzählt die Geschichte des Dorfes Calla Bryn Sturgis, das alle ca. 20 Jahre von "Wölfen" heimgesucht wird, die Kinder entführen und diese später geistig behindert zurückbringen. Niemand weiß, was mit den Kindern geschieht und wie man sich gegen die Gegner verteidigen kann. Roland und seine Gefährten haben also beschlossen den Einwohnern zu helfen und bereiten sich auf die nächste Attacke, die bald kommen soll, vor. Und das fast das ganze Buch lang. Einiges hätte man hier meiner Meinung nach kürzer fassen können. Die Idee finde ich ziemlich gut und ich war sehr gespannt auf die Auflösung, aber das ganze Vorgeplänkel wurde unnötig in die Länge gezogen - das Buch hatte um die 1000 Seiten. Die vielen Nebenschauplätze, die aufgetan werden, konnten mich auch nicht vollkommen begeistern. So taucht zum Beispiel ein Charakter auf, der genauso wie Eddie, Susannah und Jake aus unserer Welt stammt und seine Geschichte erzählt. Die hat mich mehr gelangweilt als interessiert, auch wenn besagter Charakter eine wichtige Rolle spielt und sein Schicksal mit dem von Roland und co. verbunden ist.

Ein bisschen interessanter fand ich da die "Ausflüge" in unsere Welt. Allerdings auch komplizierter und manchmal nicht so leicht nachzuvollziehen. 

Das Ende der Geschichte macht trotzdem wieder sehr neugierig auf das, was folgt und ließ mich direkt mit dem nächsten Buch anfangen.. Es wurden zwar einige Fragen geklärt, andere aber auch offen gelassen und neue aufgeworfen.


First comes betrayal, then lies. Last comes gunfire.

Song of Susannah ist ein relativ kurzer Roman zwischen zwei 1000-Seiten-Büchern und wirkt auch eher als Überleitung. Das heißt aber nicht, dass es mir nicht gefallen hat. Der Roman hatte dieses Mal keine Längen, es geht größtenteils um Susannah's Schicksal, auf das ich jetzt aufgrund von Spoilern nicht eingehen werde und spielt für die meiste Zeit in unserer Welt. Die Gemeinschaft hat sich allerdings nach den Ereignissen in Calla Bryn Sturgis trennen müssen und verfolgt verschiedene Ziele. Alle Handlungsstränge haben mir dieses Mal gut gefallen, auch wenn es einen Twist in der Handlung gibt, an den ich mich erstmal gewöhnen musste! Der Grusel- und Ekelfaktor ist hier höher als in den vorherigen Romanen, was mir aber gut gefallen hat. Ein richtiges Ende hat der Roman nicht und ich hätte mich geärgert, wenn ich noch auf Teil 7 hätte warten müssen! Zum Glück hatte ich den aber auch hier und habe direkt weitergelesen - unglaublich aufgeregt und gespannt auf das Ende!

In the Land of Memory the time is always Now.
In the Kingdom of Ago, the clocks tick... but their hands never move.
There is an Unfound Door
(O lost)
and memory is the key which opens it.
The Dark Tower steht dann für mich etwas unter dem Motto "Deus ex Machina" oder "Verdammt, mir fällt kein Ende ein!".. Aber erstmal zum Positiven:
Ja, es gibt Erklärungen. Sogar zufriedenstellende. Ich mag die erste Hälfte des Buches, auch wenn es wieder mal die eine oder andere Länge aufweist. King schafft es auch hier wieder den Leser zu überraschen - mit positivem oder negativem Effekt und einige Nebenstränge werden nachvollziehbar zu Ende geführt. 

Aber...

Gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass King sich etwas verzettelt hatte. Auf einmal werden neue Charaktere eingeführt, um die Handlung dann entscheidend zu beeinflussen und in einer Geschichte, in der alles aufeinander aufbaut, alles seinen Platz hat und Geschehnisse aus Teil 1 später wieder eine Bedeutung bekommenn und eine Rolle spielen, passt das einfach nicht. War mir zu sehr aus der Luft gegriffen.

Auch der eine oder andere Antagonist wurde zu einfach aus dem Spiel genommen und bei einem frage ich mich noch immer, warum er überhaupt da war, denn er hat am Ende eigentlich nichts zur Geschichte beigetragen. Der Sinn erschließt sich mir nicht..

Außerdem wurden nicht alle Stränge zusammengeführt und ich kann es nicht haben, wenn am Ende der Geschichte etwas offen bleibt^^ 

Über den Abschluss der Geschichte war ich gestern direkt nach dem Beenden des Buches noch enttäuscht und sogar ein bisschen ärgerlich. Hatte etwas mehr Spektakuläres erhofft, das mich echt umhaut. Heute bin ich schon etwas anders eingestellt. Auf jeden Fall ist es ein Ende, das zum Nachdenken anregt und wahrscheinlich unterschiedlich interpretiert werden kann. Vielleicht gefällt es mir sogar irgendwann mal.. 

 All is forgotten in the stone halls of the dead. These are the rooms of ruin where the spiders spin and the great circuits fall quiet, one by one.

Insgesamt war es eine der besseren Reihen, die mich fast immer, trotz Längen, fesseln konnte, unterhalten und überrascht hat, mit Charakteren, die mir ins Herz gewachsen sind, vor allem aufgrund dessen, dass sie nicht wieder 08/15-Figuren daherkommen und lebendig wirken.. Viele Schauplätze fand ich sehr gut gewählt, vor allem Lud war sehr atmosphärisch, wenn auch gruselig. Der Schreibstil war anschaulich und es gab nichts daran auszusetzen. 

Meine Bewertung zu den einzelnen Büchern:
1. The Gunslinger 4/5
2. The Drawing of the Three 4/5
3. The Waste Lands 5/5
4. Wizard and Glass 3,5/5
5. The Wolves of Calla 3,5/5
6. Song of Susannah 4/5
7. The Dark Tower 4/5

Insgesamt: