Saturday, 30 April 2011

Zwischenstand

In den letzten Tagen hatte ich nicht viel Zeit zum Lesen.. Das ändert sich aber jetzt hoffentlich wieder ein bisschen! 

Shadow's Edge von Brent Weeks habe ich nach ca. 200 Seiten erstmal abgebrochen. Meine Reaktionen beim lesen sahen ungefähr so aus:
- wtf? Das macht Kylar jetzt nicht, oder? So blöd kann er doch nicht sein?! Ah doch..er macht es...
- Boah Elene, geh WEG!
- Huh? Wer ist denn das jetzt wieder?
...ich bin noch nicht wirklich in der Geschichte drin und wie man sieht nerven mich die Hauptpersonen im Moment sehr mit ihrem dämlichen Verhalten. Ich werds aber irgendwann weiterlesen.

The Diviners von Margaret Laurence ist einmal kein Fantasy-Buch, sondern ein "normaler" Fiction- Roman.. Mir gefällt es recht gut bis jetzt, obwohl der Schreibstil oft sehr, sehr umgangssprachlich ist. Aber es ist sehr realistisch und hat einige oha-Momente.

Stand der re-reads:
Mit Memories of Ice von Steven Erikson bin ich fast fertig. Keine 100 Seiten mehr. Es gefällt mir immer noch genauso gut wie beim 1. Lesen. Beim 2. Mal fallen einem aber viel mehr Kleinigkeiten auf und da ich die Reihe schon komplett gelesen habe, erkenne ich einige Andeutungen auf das, was später passieren wird.

Außerdem lese ich jetzt Storm of Swords von George R. R. Martin weiter. Ich hatte es vor ein paar Wochen nach der Hälfte abgebrochen und erstmal etwas anderes gelesen. Jetzt hatte ich wieder Lust es weiterzulesen und bin schon wieder voll drin. Obwohl ich schon traurig werde, wenn ich daran denke, was jetzt alles noch passiert.. Der 3. Band ist bis jetzt der beste der Reihe!

Am Wochenende würde ich gerne beide re-reads beenden! Mal sehen, wie weit ich komme :)

Top 10: Die besten Tiere aus Fantasy Romanen

10. Summer aus dem "Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin
"His name is summer". Ich sag nur Summer vs. Assassin. Treues Tier. Direwolves sind ganz toll!

9. Elya aus "The Other Lands" von David A. Durham
Ein so liebenswertes Geschöpf, das man nur gern haben kann. Elya würde niemandem etwas tun und ist wohl das Beste am 2. Acacia-Band.

8. Sintara aus "Dragon Keeper/Haven"von Robin Hobb
Arroganter, selbstverliebter, aber überaus unterhaltsamer Drache.

7. Mister aus der "Harry Dresden Reihe" von Jim Butcher
Dicker, großer Kater. Das reicht, um in dieser Liste zu stehen!

6. Demira aus den "Gabria Romanen" von Mary H. Herbert
Ein (später) geflügeltes Pferd und treue Begleiterin von Kelene.

5. Relpda aus "Dragon Keeper/Haven" von Robin Hobb
Erst fast tot, dann der coolste Drache überhaupt! Hat immer Hunger..und frisst dann auch alles, nicht wahr, Jess?

4. Ghost aus dem "Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin
Ein stummer Albino-Wolf. Ist mir von allen direwolves am meisten ans Herz gewachsen. Kluges Tier.

3. Bent und Roach aus dem "Spiel der Götter" von Steven Erikson
Ein größer cattle dog und ein kleiner Schoßhund. Von Anfang bis Ende dabei.. Schöne und tragische Storyline, obwohl sie beide keine Hauptrollen spielen.

2. Greebo aus den "Scheibenwelt Romanen" von Terry Pratchett
Nanny Ogg's Kater.. Hat nur noch ein Auge, keine Ohren und kämpft gerne. Gegen Alles. Auch Stiere. Und er gewinnt^^ Wenn ich mal wieder einen Kater habe, wird der Greebo heißen.

1. Nighteyes aus der "Farseer und der Tawny Man Trilogie" von Robin Hobb
Awwww, Nighteyes.. Fitzis Bruder.. Eines der wenigen Tiere aus der Liste, das zu den Hauptcharakteren in seiner Geschichte zählt. Mit Nighteyes konnte ich die längste Zeit mitfiebern!

Zitat des Tages

"Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber."

(Andi Möller) 

Friday, 22 April 2011

Rezension: Transformation. Rai Kirah 1 von Carol Berg

Transformation
448 Seiten
Verlag: Roc
Erscheinungsjahr: 2000
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
Sixteen years of slavery have left Seyonne with little sense of who he is, or who he used to be; Carol Berg's Transformation is the story of how he gradually comes to know himself and becomes a player in the game of empires and kings.
Prince Aleksander is the heir to the Derzhi Empire and is a spoiled brat with no sense of the consequences of his endlessly rash actions. When Seyonne, whom he has whimsically bought as a secretary, realises that the obnoxious youth is in danger from demonic sorcerers, he has no option for self-preservation but to save the prince from them. Then he realises that Aleksander, by this point disgraced, on the run and cursed with shape-changing, has the spark of mystical goodness in him that his own people have been searching for for generations.

Eigene Meinung 
"Transformation" ist ein guter Anfang einer typischen Fantasy-Trilogie.
Die Autorin überrascht mit der Handlung nicht wirklich, aber der große Pluspunkt des Buches ist eh der äußerst sympathische und leicht zynische Ich-Erzähler Seyonne.
Man begleitet den Sklaven Seyonne, erfährt aber trotzdem nicht alles aus seiner Vergangenheit, denn er hat sich geschworen diese hinter sich zu lassen. So bleibt man also längere Zeit neugierig und die Spannung steigt.
Aleksander, der "Herr" von Seyonne ist genauso wie der Ich-Erzähler ein sehr vielschichtiger Charakter und bringt einen dazu seine Meinung über ihn oft zu ändern.
Die Beziehung zwischen ihm und Seyonne ist ein großes Thema. Aus anfänglicher Verachtung und Hass entwickelt sich nämlich später etwas komplett anderes. Und es ist glaubhaft beschrieben!
Die Handlung ist zu Beginn noch ruhig und unspektakulär. Jedoch gibt es einen Höhepunkt, der es in sich hat.
Empfehlenswert, wenn man auf klassische Fantasy und Dämonen steht und auch mal gerne über Freundschaft anstatt Romantik liest :)
Leider ist das englische Cover sehr unglücklich gewählt...Es ist nicht nur nicht schön, sondern spoilert auch.


Monday, 18 April 2011

Top 10: Die besten weiblichen Fantasy - Charaktere

Hier stelle ich euch meine liebsten weiblichen Fantasy-Charas vor! Die Liste kann kleine Spoiler enthalten.

10. Brienne of Tarth aus dem "Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin
Jaime's liebste "wench". Ich lese sehr gerne über sie, obwohl sie mich am Anfang mit ihrem Pflichtbewusstsein etwas genervt hat. Das legt sich jedoch sehr schnell. Brienne ist ein Charakter, der es sehr schwer hat.

9. Kelene aus den "Gabria Romanen" von Mary H. Herbert  
Erste High-Fantasy-Heldin, die ich kennenlernen durfte. Eine Heilerin, die mit Tieren sprechen kann. 
 
8. Althea Vestrit aus den "Zauberschiffen" von Robin Hobb
Obwohl sie mit ihre Dickköpfigkeit auch manchmal nervt, ist sie eine interessante Person, die sich durchzusetzen weiß und deren Entwicklung ich gerne verfolgt habe!

7. R'Shiel aus der "Dämonenkind Trilogie" von Jennifer Fallon
Trotz unaussprechlichem Namen eine "Heldin", deren Schicksal mir sehr nah gegangen ist. Außerdem kann sie auch ein kleines intrigantes Biest sein und nicht nur "gut".

6. Hellian aus dem "Spiel der Götter" von Steven Erikson
Dauerbetrunkene Soldatin, die die besten Sprüche raushaut. Kann man nur mögen.

5. Sorcha aus der "Sevenwaters Trilogie" von Juliet Marillier
Sorcha ist ein Charakter, der mich sehr berührt hat. Hatte sogar ein paar Mal beim Lesen Tränen in den Augen.

4. Sansa Stark aus dem "Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin
Macht eine einfach unglaubliche Entwicklung durch. Ich hab es geliebt sie zu hassen..und jetzt? Tja.. Bin gespannt, wie ihre Geschichte ausgeht.

3. Nanny Ogg aus den "Scheibenwelt Romanen" von Terry Pratchett
Kennt das Igellied, hat ein Kochbuch geschrieben (Erdbeerwackler!!) und ist einfach die lustigste Hexe der Scheibenwelt. Außerdem hat sie einen tollen Kater namens Greebo.

2. Amber aus den "Zauberschiffen" von Robin Hobb
Meine Amber... Geheimnisvolle, liebenswerte Person, die nicht ganz zu durchschauen ist. 
 
1. Arya Stark aus dem "Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin
Valar Morghulis.. Arya ist von allen Charakteren die mit der spannendsten und auch erschreckendsten Geschichte. Mit niemandem kann ich so gut mitfiebern und leiden, wie mit ihr..

Sunday, 17 April 2011

Zitat des Tages

"Wir haben Geschichte gemacht."

(Raúl, FC Schalke 04, nach dem CL-Hinspiel gegen Inter Mailand am 13.04.2011)

Rezension: Glimpses von Lynn Flewelling

Glimpses
128 Seiten
Verlag: Createspace
Erscheinungsjahr: 2010
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
Lynn Flewelling's Glimpses explores "lost" moments from her popular Nightrunner Series, events alluded to or passed over - Alec's parents and childhood, Seregil's early liaison in Skala, Seregil's and Alec's first night as lovers, how Seregil and Micum Cavish met.[.......]

Eigene Meinung
"Glimpses" ist ein schönes Extra für Fans der Nightrunner-Serie. Die Kurzgeschichten spielen größtenteils vor den Geschehnissen in der Reihe, wie zum Beispiel die Geschichte "The Wild", in der es gleichzeitig um Alec's Kindheit und in Rückblicken um die Liebesgeschichte zwischen Alec's Eltern geht. Außerdem werden in 2 anderen Stories Seregil's erste Begegnung mit Micum und seine Anfangszeit in Skala thematisiert. Die Geschichten sind alle sehr schön geschrieben und für Fans interessant, da sie Lücken füllen und darüber erzählen, was in der Reihe nur angedeutet wird. Am besten hat mir die Geschichte "The Bond" gefallen, die am Ende von Teil 2 spielt und die erste gemeinsame Nacht von Seregil und Alec beschreibt. 
Darauf haben Fan-Girls wie ich natürlich gewartet und wurden nicht enttäuscht. Insgesamt hat das Buch einige Sexszenen, die aber sehr gut beschrieben werden und absolut nicht billig erscheinen.
Am Ende des Buches wartet noch dazu ein Extra-Kapitel aus dem noch nicht erschienenen 6. Nightrunner-Roman. Dieses Kapitel hab ich allerdings nur überflogen, da ich erst Teil 1-3 gelesen habe.
Für die anderen Geschichten reicht es allerdings, die ersten 3 Bücher zu kennen.
Neben den Kurzgeschichten gibt es noch einige schöne Bilder, von Fans gezeichnet. Ich kann nur über das Talent der Künstler staunen.

Einen Minuspunkt gibt es allerdings auch. Das Buch enthält viele Schreibfehler. Ob jetzt Buchstabendreher, Wortdopplungen oder Tippfehler - alles dabei. Und leider in zu hohem Maße. Das hat mich wirklich geärgert. Denn bei einem so kurzen Büchlein, hätten die einem guten Lektor auffallen müssen!

Fazit: Nette Ergänzung für Fans!  

Thursday, 14 April 2011

Zitat des Tages

"Books must be treated with respect, we feel that in our bones, because words have power. Bring enough words together they can bend space and time."

(Terry Pratchett, Going Postal)

Top 10: Die nervigsten männlichen Fantasy-Charaktere

10. Ashe aus den Büchern von Elizabeth Haydon
Rhapsody in männlich und nicht so ganz sympathisch. Taucht irgendwann später in der Reihe auf und nervt. Und geht mit Rhapsody baden.

9. Eragon aus "Eragon" von Christopher Paolini
Muss ich noch was sagen? Okay: *GÄHN*

8. Cery aus "Die Gilde der schwarzen Magier" von Trudi Canavan
Unnötig, besonders im letzten Band.

7. Greft aus "Dragon Keeper/Haven" von Robin Hobb
Intrigierender, machtgeiler und unerträglicher Kerl.

6. Cutter oder Crokus Younghand aus dem "Spiel der Götter" von Steven Erikson 
Erfindet das Jammern neu und kann eigentlich nichts..außer Jammern.

5. Rand al'Thor aus dem "Rad der Zeit" von Robert Jordan
Der widergeborene Drache, Mächtigster, der Mächtigen...aha.. wie spannend...

4. Jack aus "Melliandra" von J.V. Jones
Der magiebegabte Bäckerjunge. Jammert auch gerne.

3. Simon Mondkalb aus dem "Drachenbeinthron" von Tad Williams
Siehe Jack. Dieses Mal ein Küchenjunge. Jammert und bemittleidet sich noch einen Ticken mehr. Unerträglich.

2. Icarium Lifestealer aus dem "Spiel der Götter" 
Argh.... man merkt.. ich HASSE es, wenn die Protas zu viel rumjammern. Icarium ist mir viel zu sentimental und übermächtig noch dazu.

1. Edward Cullen aus "Twilight" von Stephenie Meyer
Diese Beleidigung an die Rasse der Vampire musste ich zum Glück nur einen Band lang ertragen. DER Gary Stu unter den Fantasy-Charakteren. Flach, langweilig und kann einfach alles. Außer, sich seinem Alter entsprechend benehmen.

Top 10: Die nervigsten weiblichen Fantasy-Charaktere

10. Rhapsody aus den Büchern von Elizabeth Haydon
Die Königin der Mary Sue's! Aber trotzdem recht sympathisch, deshalb "nur" Platz 10.

9. Egwene aus dem "Rad der Zeit" von Robert Jordan 
Kann auch durch Nynaeve ersetzt werden. Neben doofe Namen-haben, zeichnen sich beide durch Zickereien und kindisches, unreifes Verhalten aus.

8. Karrin Murphy aus den "Harry Dresden"-Romanen von Jim Butcher
Was kann sie, außer sich von Harry Dresden retten lassen, weil sie so unfähig ist? Achja, ihn ohne Grund festnehmen und meckern. Schreckliche Person.

7. Leandra aus der "Höhlenwelt-Saga" von Harald Evers
Im Gegensatz zu Rhapsody eine unsympathische und langweilige Mary Sue. Außerdem ist sie öfter nackig als Rhapsody. Und das ohne jeglichen Grund. Von Elizabeth Haydon denkt man nicht, dass sie ein perverses Hirn hat..

6. Arkady Desean aus den "Tide Lord"-Romanen von Jennifer Fallon
Eine von vielen nervigen Fallon-Charakteren. Sooo eine emanzipierte und gebildete Frau, die unbedingt frei sein möchte und sich dabei selten dämlich verhält und immer von irgendwelchen Männern gerettet werden muss. Unglaublich hübsch ist sie natürlich auch. Und jeder Mann will sie.

5. Silverfox aus dem "Spiel der Götter" von Steven Erikson
Uhuu...so geheimnisvoll und clever und mächtig und blablabla... Hätte man Kallor mal machen lassen...

4. Asha Greyjoy aus dem "Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin 
Die Reihe hat viele wunderbare Charaktere. Asha gehört nicht dazu. Macht die ganze Zeit einen auf Macker und Krieger-Prinzesschen und mobbt ihre Verwandtschaft. Asha FAIL! Die Reihe könnte ruhig ohne sie weitergehen.

3. Elene aus den "Night Angel"-Büchern von Brent Weeks
Hält den Protagonist dauernd auf und spielt den Moralapostel. Muss dauernd gerettet werden und ist immer im Weg.

2. Adrina aus den "Hythrun"-Chronicles von Jennifer Fallon
Nörgelt und zickt nur rum...die ganze....verdammte....Reihe!

1. Melliandra aus "Melliandra" von J.V. Jones
widerspricht sich in Gedanken am laufenden Band und ist ein elendes Klischee. Nervig+klischeehaft+eindimensional in einem. Das kann niemand toppen.

Rezension: Grimm von Christoph Marzi

Grimm
560 Seiten
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2010
deutsche Ausgabe

Kurzbeschreibung
Vergiss nie die Macht der Worte…
Es waren einmal zwei Schwestern, die lauschten allabendlich den Worten ihres Vaters: »Mädchen, weicht vom Wege nicht!« Doch die Jahre vergingen, die eine Schwester starb und die andere vergaß Rotkäppchen. Bis sich das Märchen an einem stürmischen Herbsttag mit aller Macht bei der siebzehnjährigen Vesper Gold zurückmeldet. Plötzlich geschehen seltsame Dinge in Hamburg: Ein Wolf streift durch die Stadt, Kinder fallen in einen rätselhaften Tiefschlaf. Und Vesper allein hält den Schlüssel zu einem düsteren Geheimnis in Händen, das bis zu den Brüdern Grimm zurückreicht.

Eigene Meinung
Das Cover des Buches ist sehr hübsch, so wie man es von Marzi-Büchern gewohnt ist. Jedoch hätte die Seitenzahl nicht so hoch ausfallen müssen. Die Schrift hätte gerne etwas kleiner sein können und leere Seiten nach dem Ende der Kapitel mussten auch nicht sein.
Am Schreibstil von Marzi hab ich im Großen und Ganzen nichts auszusetzen. Einige Wörter, wie zum Beispiel "latschen", haben mich etwas gestört, aber sonst ist es angenehm zu lesen!
Ich fand es erst befremdlich, dass facebook, Starbucks, iPods und viel Aktuelles in der Geschichte genannt werden. Aber das liegt wohl daran, dass ich in letzter Zeit fast nur mittelalterliche Geschichten gelesen habe.

Jetzt zum Inhalt:
Die Wahl des Schauplatzes finde ich klasse. Hamburg - endlich mal ein Ort in Deutschland. Ich hab zwar auch nichts gegen London, aber wenn der Autor schon ein Deutscher ist, kann er ja mal deutsche Handlungsorte wählen.
Da ich schon selbst öfter in Hamburg war, fiel es mir leichter, mir die ganzen Orte vorzustellen.
Die Hauptperson der Geschichte, Vesper, war mir am Anfang alles andere als sympathisch. Ich fand sie viel zu rebellisch und kindisch und konnte auch ihre Gefühle wenig nachvollziehen. Sie hat alles, was passiert ist, viel zu leicht weggesteckt. Das war für mich etwas unglaubwürdig. Ihr Sympathiewert ist allerdings im Laufe der Geschichte gestiegen. Wenn auch nicht sehr.
Was mich enorm gestört hat, war, dass viele Sachverhalte und viele Fakten einfach zu oft wiederholt werden. Als zum 2. Mal erwähnt wurde, dass das Heulen, welches die Protagonisten hören, von Wölfen stammt, hat es auch der Letzte begriffen. Das musste nicht noch 10x erwähnt werden.
Auch wurden viele Dinge, die offensichtlich sind, nochmal ausgesprochen. Nachdem die Protagonisten schon 1-2 Seiten vor Wölfen fliehen, wird erklärt, dass die Wölfe also hinter ihnen her sind.. Aaach, tatsächlich? Ich dachte, die spielen Fangen...
In der gleichen Szene habe ich dann begonnen am Verstand der zwei Hauptpersonen zu zweifeln. Die bleiben anscheinend dauernd stehen, während sie von bösen Wölfen verfolgt werden und quatschen über belangloses Zeugs. Während sie dauernd erwähnen, dass sie doch schnell das Auto erreichen wollen. Fast schon wieder lustig. Einige Klischee hat es auch, wie zum Beispiel das Auto, das nicht anspringt, wenn man unbedingt schnell fliehen muss.
Das hört sich jetzt zwar nicht so doll an, aber bis zur Hälfte war das Buch wirklich unterhaltsam und leicht runterzulesen. Nicht sehr anspruchsvoll, aber man wollte wissen, wie es weiter geht.

Ab der Mitte wird es dann sehr wirr. Bekannte deutsche Persönlichkeiten aus der Vergangenheit spielen nun eine Rolle und werden mit ...vielen komischen Dingen in Zusammenhang gebracht.. (Es ist schwer das klarzumachen ohne zu spoilern).
Was Marzi aus manchen Märchenfiguren macht, ist schon etwas erschreckend.
Die Märchengestalten, hier Mythen genannt, sind zum Teil so, wie man sie aus alten Märchen kennt und zum Teil auch ganz anders.. Manchmal fand ich deren Darstellung etwas übertrieben und unglaubwürdig. Das ist schon ZU viel Fantasie...Jedenfalls hat die Geschichte insgesamt einen sehr düsteren Ton. Märchen sind grausam und auch die Geschichte ist dies oft.
Was ich gegen Ende noch gut fand, war, dass nicht alles vorhersehbar war und man einige Male überrascht wurde. Auch bemüht sich Marzi darum, keine Schwarz-Weiß-Malerei zu benutzen. Nicht alles ist so wie es zu sein scheint.
Trotzdem fand ich manche Erklärungen zu weit hergeholt und viele Szenen zu konstruiert.. Auch das Ende der Geschichte hat mich nicht zufrieden gestellt, da vieles offen gelassen wurde.
Insgesamt war es okay. Nicht mehr, nicht weniger. 

Monday, 11 April 2011

Rezension: The Gods of Amyrantha. Tide Lords 2 von Jennifer Fallon

The Gods of Amyrantha
496 Seiten
Verlag: Tor Books
Erscheinungsjahr: 2009
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
The Tide is turning and the Tide Lords’ powers are returning with it. Cayal, the Immortal Prince, hero of legend, was thought to be only a fictional character.   

Cayal sure wishes that he was a piece of fiction—anything that would help him shuffle off this mortal coil. But even though he longs for a final death, things in the world keep pulling him back. Such as Arkady Desean, an expert on the legends of the Tide Lords who has discovered the truth about Cayal…and captured his heart.

Yes, the Tide Lords will walk upon the earth once more and, with the power that surges through the cosmos, stand poised to wreak havoc on all that humans hold dear. Cayal will have to decide if he wants to go on living just a little longer and if he is willing to risk his fellow immortals’ wrath in order to save the world.

Eigene Meinung
Genial, einfach genial. Dieses Buch ist sogar noch besser als der Vorgänger und schafft es natürlich wieder mich zu fesseln! Ich hab gelesen, dass das Buch langweilig sei und die Handlung nicht weiterbringen würde. So ist es absolut nicht. Ich finde es passiert soo viel wichtiges. Schon am Anfang, beim ersten Auftritt von Lukys, war ich total hin und weg..
Spannung ist immer da, die Flut steigt und man weiß nicht, wann die Kraft der Tide Lords zurück kommt. Die sind aber alle schon in Lauerstellung.. Und viele müssen erst noch entdeckt werden.
Man hat alle Personen aus dem Vorgänger wieder dabei, nur liegt der Schwerpunkt dieses Mal auf Charakteren, die im 1.Teil nicht so oft zum Zug gekommen sind.. Und einige neue Charas sind auch dabei.
Tiji, das Chamäleon-Crasii, hab ich sofort ins Herz geschlossen. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Super fand ich ihre Gespräche mit Declan. Da musst ich ein paar Mal grinsen. Tiji ist schon ne kleine schlagfertige Ziege.
Aber Declan bleibt trotzdem mein Lieblingschara.. Schön, dass ich dieses Mal viel mehr über ihn lesen konnte. Und Arkady mag ich noch immer nicht. Olle, egoistische Kuh. Hmpf..
Was ich noch schön finde, ist, dass wir immer noch Geschichten aus der Vergangenheit der Tide Lords erfahren.. Nur dieses Mal nicht von Cayal, sondern von zwei Anderen ;-) Mehr verrate ich nicht.. 
Es gibt wieder viel, das aufgeklärt wird, viel, das man so nicht erwartet hätte.. Und in den letzten 2-3 Kapiteln gibt es mal wieder eine dicke Überraschung.. Da wäre ich absolut nicht drauf gekommen!! Musste sofort zurückblättern und etwas nachlesen. Dieses Ende hat einen echt um und macht neugierig auf den nächsten Teil!


Monday, 4 April 2011

Rezension: Lord of Snow and Shadows. Tears of Artamon 1 von Sarah Ash

Lord of Snow and Shadows
704 Seiten
Verlag: Spectra
Erscheinungsjahr: 2004
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
Young hero Gavril is working as portrait-painter to the lords and ladies of Muscobar, a dukedom with a Renaissance flavour. Little does he know that his true father is Lord Volkh, the "Drakhaon" of a far more grim realm in wintry Azhkendir. Volkh's murder brings Gavril not only the throne--forced on him by dourly loyal henchmen--but demonic powers which exact a terrible price. Physical transformation is only the beginning. Yet it seems these powers must be used, because Ashkendir is threatened by spies, traitors, the vengeful spirit of Volkh himself, and external invasion[...]


Eigene Meinung
Das Buch habe ich größtenteils wegen des schönen Titelbildes gekauft. Etwas, was ich sonst eigentlich nie mache.. Aber ich fand es wirklich hübsch.
Von der Beschreibung her fand ich es nicht soo spannend und leider konnte mich das Buch auch nicht wirklich begeistern. Es war nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich so, dass ich jetzt unbedingt schnell die nächsten Teile lesen muss.

Die Welt, die von Ash erfunden wird, erinnert an Russland. Sogar die Namen leiten sich von russischen ab. Die Atmosphäre, die geschaffen wird, gefiel mir recht gut, da ich winterliche Welten sehr gerne mag.

Ash versucht innovativ zu schreiben, versucht etwas neues zu entwickeln und mit Rätseln und Geheimnissen den Leser zu überraschen. Leider gelingt das nicht immer. Vieles ist vorhersehbar und deshalb verliert die Geschichte einiges an Spannung.

Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die mir leider nicht alle gefallen haben. Die Kapitel aus der Sicht von Gavril's Mutter fand ich sehr, sehr einschläfernd.. Genauso wie zum Teil die Gavril Kapitel. Kiukiu, eine andere Hauptperson, ist mir am Anfang sehr sympathisch gewesen, aber entwickelt sich für meinen Geschmack in eine nicht so gute, klischeehafte Richtung.

Auch andere Charaktere finde ich nicht so gut dargestellt. Man durchschaut einfach jeden zu leicht und merkt schon recht früh, wer welche Ziele hat. Es gibt zu wenig "graue" Charaktere. Eigentlich ist da nur einer, bei dem man nicht sicher ist, welche Motive er hat und den man nicht in eine Schublade stecken konnte..

Die Geschichte hat ziemlich viele Längen, die ich wohl deshalb so empfunden habe, weil ich mit kaum einem Charakter mitfiebern konnte und es wenige spannende Momente gab.
Das Ende konnte mich wieder ein wenig versöhnen, da es sehr dramatisch und tragisch war. Etwas mit dem ich nicht gerechnet habe, ist passiert und eine Sache ist sogar offen geblieben. Das wäre jetzt der einzige Grund für mich zum weiterlesen.. Vielleicht irgendwann mal.

Fazit: Nette Geschichte mit schöner Welt, aber wenig ausgearbeiteten Charas und durchschaubarer, oft langatmiger Story.

Sunday, 3 April 2011

Top 10: Retro-Animeserien

10. Die Kickers
War eher etwas für meinen Bruder - der hat damals jede Folge geschaut. Aber mich hats auch unterhalten! Die Spiele waren immer sehr äh.. dramatisch und witzig. Wer erinnert sich nicht ans Teufelsdreieck??

9. Im Land des Zauberers von Oz
Der Klassiker. Ich hab die Geschichte sehr gemocht.

8. Prinzessin Erdbeer
Ich hab absolut gar keine Erinnerungen mehr an den Inhalt. Aber weiß noch, dass ich es total gerne gesehen habe. Die Serie kam immer morgens. 

7. Die Kinder vom Berghof
Das Kind, das aussieht wie Heidi :) Erinnert auch vom Inhalt etwas an Heidi, aber ich mochte es lieber. Das Lied war auch schön!

6. Sailor Moon
"Sag das Zauberwort und du hast die Macht.." Ich weiß nicht, wie oft wir damals auf dem Schulhof Sailor Moon gespielt haben... Die 2. Heldin meiner Kindheit! Ich war riesiger Fan und fand die Serie so schön fantasievoll. 
 
5. Die kleine Prinzessin Sara
Die Serie würde ich heute nochmal gerne sehen. Hab immer sehr mit Sara mitgefühlt..

4. Mila-Superstar
Die 1. Heldin meiner Kindheit! "Mila kann lachen, wie die Sonne über Fujiyama" Ich liebe dieses Opening.. Und hab sogar Milas Namen übernommen^^ Hat mich geprägt und ich schaus zwischendurch immer noch gerne.

3. Robin Hood
Hat noch vor Mila, Lady Oscar und co. mein allerliebstes Opening! Und hach.. ich war verliebt in Robin Hood xD Schöne Serie, die ich leider nie komplett gesehen habe. Das werd ich aber bald nachholen!

2. Eine fröhliche Familie
Little women... Wer hat sie nicht lieb? Ich hab alle Schwestern so ins Herz geschlossen und mit ihnen mitgefiebert. Kann gar nicht sagen, wen ich am liebsten mochte. Hatten alle etwas besonderes.

1. Lady Oscar
Ich hab die DVD's alle im Regal stehen. Ich fand die Serie immer faszinierend, als ich klein war. Und ich wollte immer so sein wie Lady Oscar.. Weil sie halt keine Klischee-Frau war und ich starke, kämpfende Frauen bis dahin in Zeichentrick-Serien noch nicht so kannte. Schöne und auch traurige Serie!

Rezension: The Hundred Thousand Kingdoms. Inheritance 1 von N.K. Jemisin

The Hundred Thousand Kingdoms
398 Seiten
Verlag: Orbit
Erscheinungsjahr: 2010
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
Yeine Darr, mourning the murder of her mother, is summoned to the magnificent and beautiful city of Sky by the king, her grandfather. He names her his heir but has already assigned that role to both his niece and his nephew, so what he’s now done is set up a competitive and thorny three-way power struggle. Yeine, looking more like her Darre father than her Arameri mother, may be a baroness in the Arameri world, but in the matriarchal North she is a chieftain of her people. She is also terrified and fascinated by the gods who roam Sky, including the nocturnally monstrous Nahadoth and the childlike Sieh. In just a few days, Yeine discovers that every action has consequences when she inadvertently sets up Darre to be attacked and realizes that her role in the succession to the throne may be that of a human sacrifice. This complex tale of politics, assassination, racism, and gods too intimately involved in the lives of humans is a challenging read and a notable authorial debut.

Eigene Meinung  
Hab das Buch zu Weihnachten bekommen und innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Erstmal hab ich die englische Ausgabe gelesen, die ein wirklich hübsches Cover hat.. Das deutsche ist echt langweilig und mainstream.. Und hat wirklich nichts mit der Geschichte oder der Hauptperson zu tun. Da hätte man sich mal besser informieren sollen.Schön fande ich, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird und Yeine, die Erzählerin, mir sofort sympathisch war. Sie ist nicht perfekt, wird sogar als eher hässlich beschrieben im Gegensatz zu den anderen Personen und hat ihre Stäken und Schwächen. So möchte man es doch haben. 
Obwohl die Geschichte der erste Teil einer Trilogie ist, ist sie in sich abgeschlossen und kann auch als ein einzelner Band gesehen werden. Im 2. Buch liegt der Schwerpunkt auf anderen Akteuren und die bekannten Figuren aus Teil 1 kommen wohl nur am Rande vor.Obwohl die Autorin meiner Meinung nach nicht an Rothfuss herankommt, hat mich die Geschichte trotzdem von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Am Anfang fand ich Yeine noch etwas unglaubwürdig. Ich hätte mir von ihr ein bisschen mehr Emotionen gewünscht und auch fand ich es etwas verwirrend, dass man kaum Erklärungen bekommen hat und sofort in die Handlung hineingeworfen wurde.. Aber das Gefühl hat sich schnell gelegt. Die Charas sind sehr vielschichtig und undurchschaubar. Man weiß nicht, wer jetzt welches Motiv hat, wer auf Yeine's Seite steht und wer nur so tut.. Die Götter in Menschengestalt haben mir am besten gefallen, allen voran der Nightlord, weil der eine so zerrissene Persönlichkeit hatte und immer wieder überrascht hat.. Sieh fand ich immer ein bisschen nervig.Jemisin kann wunderbar Spannung aufbauen. Die letzten Kapitel sind so dicht und aufregend geschrieben. Außerdem wusste man nie, wie das Ende aussehen würde.
Obwohl ich das Ende etwas zu cheesy fand, wars trotzdem eine sehr gelungene Geschichte und ich werde sicher die nähsten Teile auch lesen!

Friday, 1 April 2011

Zitat des Tages

"The Waystone Inn was his, just as the third silence was his. This was appropriate, as it was the greatest silence of the three, wrapping the others inside itself. It was deep and wide as Autumn's ending. It was heavy as a great river-smooth stone. It was the patient, cut-flower sound of a man who is waiting to die."

(Patrick Rothfuss, The Name of the Wind)

Rezension: The Immortal Prince. Tide Lords 1 von Jennifer Fallon

The Immortal Prince
608 Seiten
Verlag: Tor Books
Erscheinungsjahr: 2009
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
When a routine hanging goes wrong and a murderer somehow survives the noose, the man announces he is an immortal. And not just any immortal, but Cayal, the Immortal Prince, hero of legend, thought to be only a fictional character. To most he is a figure out of the Tide Lord Tarot, the only record left on Amyrantha of the mythical beings whom fable tells created the race of half-human, half-animal Crasii, a race of slaves. Arkady Desean is an expert on the legends of the Tide Lords so at the request of the King's Spymaster, she is sent to interrogate this would-be immortal, hoping to prove he is a spy, or at the very least, a madman.Though she is set the task of proving Cayal a liar, Arkady finds herself believing him, against her own good sense. And as she begins to truly believe in the Tide Lords, her own web of lies begins to unravel...
Eigene Meinung
Mal wieder eine Geschichte, die mir sehr, sehr gut gefallen hat. Jennifer Fallon hat einen wunderbaren Schreibstil. Es gibt keine langweiligen Passagen, keine unrunden Formulierungen und man wird sofort in die Geschichte hineingezogen. Es fiel mir wirklich schwer das Buch aus der Hand zu legen. Ein großes Thema bei Fallon ist immer Politik. Aber dabei schafft sie es, dieses eigentlich sehr trockene und oft langweilige Gebiet interessant darzustellen.
Ich hab sehr gerne gelesen, wie sie das politische System sowie Beziehungen der einzelnen Länder und auch der Personen untereinander geschildert hat. Es gibt in diesem ersten Teil zwar nicht viele actionreiche Szenen, aber das Fehlen fällt gar nicht auf. Denn Spannung gibt es genug. Die Charaktere sind allesamt ausführlich beschrieben, glaubhaft und interessant. Man fiebert mit, wundert sich mit Arkady über Cayal's Geschichte und wird oft überrascht. Das ist auch gleichzeitig ein großer Pluspunkt. Fallon überrascht den Leser. Es passieren Dinge, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat und die einen staunen lassen.
Auch ist die Handlung nicht sofort durchschaubar. Cayal erzählt seine Geschichte, seine Vergangenheit, aber der Leser weiß, genauso wie Arkady, nicht, ob er die Wahrheit erzählt, ob die Legenden um die Tide Lords stimmen, was wirklich passiert ist.
Stück für Stück werden Geheimnisse und Fragen aufgeklärt und der Leser lernt immer mehr über die Geschichte der sehr komplexen Welt.
Was mir noch gut gefallen hat ist, dass die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird. Ob Arkady, die intelligente und oft unterschätzte Frau des Fürsten, Cayal, der angebliche Tide Lord, Declan Hawkes, der Spymaster des Königs, oder auch Warlock, der Crasii. Alle Perspektiven sind interessant und abwechslungsreich. Gut, Arkady war mir jetzt nicht soo sympathisch - ich hab es nicht so mit wunderschönen, superintelligenten und ach so missverstandenen und zickigen Frauen.. Dafür mochte ich aber Declan sehr, sehr gerne.
Besonders schön finde ich, dass Fallon eine eigene Rasse erfunden hat, die schon erwähnten "Crasii" - hunde-und katzenartige Wesen, die eine ganz eigene Geschichte haben und authentisch rübergebracht werden. Das ist mal was anderes, als die immer wieder benutzten Standard-Fantasy-Rassen a la Elben, Orks, Zwergen, die mir so zum Hals raushängen.
Insgesamt ist das Buch spannend, überraschend, innovativ und ein bisschen romantisch - sehr schöner Auftakt einer Reihe!

Rezension: Warrior. Hythrun Chronicles 2 von Jennifer Fallon

Warrior
562 Seiten
Verlag: Tor Books
Erscheinungsjahr: 2007
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
Damin Wolfblade, heir to the High Throne of Hythria, learns "the Rules of Gaining and Wielding Power" from the dwarf Elezaar at the insistence of his powerful mother, Marla, High Prince Lernen's sister. The teenage Damin, along with his siblings, stepsiblings and various other young relatives, find themselves caught up in court intrigue and backstabbing schemes, not to mention an assassination plot or two. As Damin grows to manhood, he learns whom he should hold close, whom he should keep at a distance and just how much of his keen intelligence and political skills he needs to hide. Damin is indeed his mother's son. 


Eigene Meinung
Ich fand das Buch wieder ganz klasse! Es spielt einige Zeit nach Teil 1 und man verfolgt wieder den Werdegang der verschiedenen Personen, obwohl das Hauptaugenmerk jetzt auf anderen Charakteren liegt. Trotzdem kommen Marla, Elezaar und co. nicht zu kurz.
Traurig war ich nur darüber, dass Brakandaran ganz selten vorgekommen ist.
Ich hoffe das ändert sich in Teil 3 wieder.

Wie in Teil 1 gibt es wieder einen Haufen Intrigen, Machtkämpfe.. und tragische Liebesgeschichten. Besonders letzteres hat mir gut gefallen. Auch interessant war es, aus der Sicht einer mittlerweile geisteskranken Person zu lesen, welche sich so lange einredet, dass ihr Handeln legitim ist, bis sie es selber glaubt..
Hat mich an eine Kurzgeschichte von Poe erinnert^^

Was mir dieses Mal nicht so gut gefallen hat, war ein riesiger Zeitsprung.. Nach der Hälfte gibt es einen Cut und die Story überspringt gleich 12 Jahre.
Fand ich schade, denn in der Zwischenzeit sind sicher interessante Sachen passiert
Und leider waren auch ein paar Szenen recht vorhersehbar.. Zum Beispiel die ganze Geschichte um Luciena. Aber anderes wiederum gar nicht. Das gleicht sich ganz gut aus^^

Ich frag mich, ob sich im 3. Teil die Geschichte mit der Dämonenkind-Trilogie überschneidet.. Liegen ja mittlerweile zeitlich ziemlich nah beieinander.