Thursday, 31 March 2011

Zitat des Tages

"In the beginning there was nothing, which exploded."

(Terry Pratchett, Lords and Ladies)

Rezension: Der Verwaiste Thron von Claudia Kern

Der Verwaiste Thron

Band 1: Sturm
368 Seiten
Blanvalet
2008

Band 2: Verrat
409 Seiten
2009

Band 3: Rache
384 Seiten
2009

Kurzbeschreibung zu Band 1
Es ist ein großer Tag für Ana, die einzige Tochter des Fürsten von Somerstorm. Ihr siebzehnter Geburtstag beginnt mit den Darbietungen von Gauklern und Schaustellern – und endet in einem Massaker an ihrer Familie! Jetzt ist Ana auf der Flucht, nur begleitet von einem Leibwächter, den sie kaum kennt und dem sie noch weniger traut. Auf Burg Somerstorm, ihrer verlorenen Heimat, herrschen nun die geheimnisvollen Nachtschatten – und der Mord an Anas Familie war nur der Anfang ihrer düsteren Pläne!

Eigene Meinung
Ich hab die komplette Trilogie letztes Jahr in einem Rutsch durchgelesen. Erstmal war ich skeptisch, weil ich nicht viel Gutes von deutschen Autoren gewohnt bin (außer von Marzi..), aber die Bücher wurden mir von einer guten Freundin empfohlen und ich bereue nicht sie gelesen zu haben.
Claudia Kern hat einen wunderschönen Schreibstil.. Es macht wirklich Spaß ihre Beschreibungen zu lesen. Dabei ist es aber nicht zu kompliziert.
Die Story ist zwar nicht neu, aber trotzdem sehr gelungen. Die verschiedenen Handlungsstränge sind alle interessant und lassen das Buch nie langweilig werden.
Im Laufe der Geschichte wachsen einem die Charaktere immer mehr ans Herz und entwickeln sich zum Teil in Richtungen, die man sich nicht vorstellen konnte. Besonders gerne mochte ich Ana und ihren Begleiter Jonan. Jonan, weil er so geheimnisvoll ist und sowas gefällt mir immer und Ana, weil sie zwar eine reiche Fürstentochter ist, aber trotzdem nicht das naive, verwöhnte Prinzesschen abgibt, sondern sich an ihre Situation gewöhnt und versucht das beste daraus zu machen.
Erwähnenswert sind auf jeden Fall noch die winzigen Details, die Kern erwähnt. Diese machen die Geschichte noch glaubhafter und spannender.
Schwarz-Weiß Malerei gibt es auch nicht, obwohl es am Anfang danach aussieht ;-)
 
Ein kleines bisschen enttäuscht war ich vom Ende der Trilogie. Mir lief alles zu glatt und gehetzt ab und manches konnte ich nicht ganz nachvollziehen.

Trotzdem würde ich auch diese Trilogie weiterempfehlen. Ich hoffe wir bekommen noch mehr von Claudia Kern zu lesen!

Wednesday, 30 March 2011

Top 10: Retro-Zeichentrickserien

Hier eine Liste der besten Zeichentrickserien aus meiner Kindheit:
 
10. Blinky Bill
"Hey hey, Blinky Bill, er tut immer was er will..." Noch so ein Opening, das mir im Kopf geblieben ist.. Der süße Koala und seine Freunde waren einfach goldig..

9. Die Glücksbärchis
"Ich möcht ein Glücksbärchi sein..." :) Ja, ich wäre gerne mal im Wolkenland der Glücksbärchis! Die waren so knuffig..

8. Nils Holgersson
Die Musik war auch immer so schön. Ein Klassiker.

 7. Tom&Jerry
Ich kann mich heute noch dabei beömmeln... 

6. Der Traumstein
Hatte ich fast vergessen. Eine tolle, damals für mich etwas gruselige, Fantasy-Serie. Ich fand den fliegenden Fisch ja süß^^

Kurze Zusammenfassung, da ich denke, dass die Serie vielen nichts sagt:
Irgendwo im All zieht der Traumplanet seine Bahnen. Auf seiner Sonnenseite lebt der alte Traummacher und seine beiden Helfer Rufus und Amberley, beide aus dem Volk der Noops. Als Art Wachhund fungiert der fliegende Fisch Albert. Schutz ist nötig, denn immerhin gilt es den Traumstein zu bewahren, der allen Lebewesen die schönen Träume schenkt. Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Und der lebt in Wilding auf der Nachtseite des Planeten in Gestalt des mächtigen und bösen Drachen Zordrak. Ihm genügt es nicht, der Herr der Alpträume zu sein, sondern er will den Traumstein in seine Macht bekommen, um so über alle Träume herrschen zu können. Seine Schergen sind das Volk der Urpneys, angeführt vom treuen, aber ziemlich beschränkten Sergeant Blob. (wikipedia.de)

5. Mit Willy Fog zum Mittelpunkt der Erde
Das Opening! Wieso haben die alten Zeichentrickserien alle so schöne Openings? Daran kann ich mich immer am allerbesten erinnern.. die Serie fand ich schön spannend als ich klein war. 

4. Die Schlümpfe
Die erste Serie, die ich schauen durfte. Deshalb wird sie immer etwas besonderes für mich sein! Die Schlümpfe sind großartig. Ich hatte damals Schlumpf-Cassetten, Figuren, Kopfkissen.. Man kann also sagen, die erste Boy-Band, die ich mochte, waren "Die Schlümpfe" :-P

3. Sophie&Virginie
Zwei Schwestern kommen gemeinsam aufs Internat.
Ich liebe das Opening. Hatte erst letztens einen ganzen Tag einen Ohrwurm davon. Leider kann ich mich nur vage an die Handlung erinnern. Aber ich weiß, dass ich es super gerne geschaut habe. Internat-Serien mochte ich eh. Genauso wie Internat-Bücher.

2. Die kleine Robbe Albert
--> Die kleine Robbe Albert wird von zwei Kindern vor Wilddieben gerettet. Zusammen bestehen Robbe+Kids viele Abenteuer, vor allem, da die Wilddiebe Albert immer noch auf der Spur sind.

..Ich hab diese Serie geliebt als ich klein war und würde sie so gerne wieder sehen.. Leider scheint es die nicht mehr zu geben. Weder auf DVD noch auf VHS.. Falls jemand weiß, wo ich die Serie auftreiben kann - schreib mir bitte! Ich wäre dir ewig dankbar *g*

Das Intro der Serie war auch wieder sehr schön.. 
"Albert, die Robbe kommt jetzt gleich 
Albert, die Robbe bleibt bei euch..." Hach..

1. Als die Tiere den Wald verließen
--> Mein absoluter Favorit! Ich hab erst letztens wieder alle Staffeln angeschaut. Die Serie sagt so viel aus und vermittelt so viele Werte. Es geht um Freundschaft, um Akzeptanz, um Umweltschutz, um so vieles! Sogar Rassismus wird thematisiert. Es ist für eine Kinderserie mit Tieren in der Hauptrolle sehr realistisch und brutal. Aber ich finde, dass man Kindern dies durchaus zutrauen kann.
Die Tiere sind so toll charakterisiert und ich hab sie fast alle lieb gewonnen. Besonders das niedliche Hypochonder-Kaninchen hat es mir angetan. 
Fazit: Empfehlenswerte Serie, immer noch!

Zitat des Tages

"Man, money ain't got no owners. Only spenders.

(Omar Little aus The Wire)

Tuesday, 29 March 2011

Rezension: Wolfblade. Hythrun Chronicles 1 von Jennifer Fallon

Wolfblade
618 Seiten
Verlag: Tor books
Erscheinungsjahr: 2006
englische Ausgabe


Kurzbeschreibung
The greatest value of Marla Wolfblade, Hythria's beautiful, 15-year-old princess, lies in the political marriage her brother, High Prince Lernen, can make for her and the heirs to the throne she may produce. Unfortunately for the House of Wolfblade, Lernen, interested only in perverse pleasures, cares nothing about ruling. Kagan, Lernen's personal sorcerer, actually runs things and is doing his level best to keep Lernen from being murdered and thereby opening the throne to Bernardo, who may be even stupider than Lernen is disinterested. In Hythria, it's every man for himself, every family for itself, though even brothers are wise not to trust one another.[...]

Eigene Meinung 
Das Buch ist verdammt gut!
Ich war erst skeptisch und wollte es nicht lesen. Die Dämonenkind-Trilogie, die ja chronologisch nach der Wolfblade-Trilogie spielt, hab ich verschlungen und danach war ich nicht so ganz interessiert an dem was vorher geschehen ist. Vor allem, da viel aus der Vergangenheit des Landes und auch speziell von den Wolfblades schon angeschnitten wurde und man die ganzen Verhältnisse zueinander schon kannte bzw. wusste was mit verschiedenen Charakteren passiert ist.
Aaaber...es sind einige Jahre vergangen seit ich die Trilogie um R'Shiel gelesen habe und ich habe so gut wie alles vergessen, was in der Vergangenheit geschehen ist. Viele Namen kamen mir zwar bekannt vor, aber ich wusste echt nicht mehr, was mit den Personen passiert ist.
Wie schon gesagt - es ist einfach brilliant! Wie immer ist natürlich Politik ein wichtiges Thema.. Politik, Intrigen, Macht... Aber sowas von spannend und fesselnd dargstellt. Wer hat gesagt Politik sei langweilig?
Der Leser verfolgt die Entwicklung von Marla Wolfblade und lernt viele verschiedene Perspektiven kennen, aus denen die Geschichte erzählt wird. Ob Marla selbst, deren Entwicklung über das ganze Buch ich einfach bemerkenswert finde, mit der ich mitgelitten habe, und die (Überraschung!!) ich wirklich sehr mag, oder Wrayan, der Lehrling des höchsten Zauberers - ich fand alle sehr spannend und unterhaltsam.
Die Charaktere sind alle sehr schön gezeichnet (wie immer), jeder hat seine eigene Persönlichkeit, seine Schwächen, seine Stärken und Fallon schafft es ihr Handeln glaubhaft darzustellen.
Was mir gut gefallen hat, ich aber gleichzeitig traurig fand, war, dass Personen gestorben sind, mit deren Tod man absolut nicht gerechnet hat.. Und dass Personen, die dafür verantwortlich waren, damit durchkommen.
Nichts ist wie es scheint, fast jede Person verfolgt ihre eigenen Ziele und dies führt zu vielen unerwarteten Wendungen.
Gaaanz doll gefreut hab ich mich natürlich darüber, dass Brakandaran, bekannt aus der R'Shiel-Trilogie, mitspielt, einer meiner absoluten Lieblingscharaktere! Und ich glaub ich mag ihn jetzt noch mehr als vorher. Seine Parts hab ich am liebsten gelesen. Ich hoffe, er spielt in den nächsten 2 Büchern der Reihe auch noch eine Rolle..

Das einzige, was mir manchmal nicht so gut gefallen hat, sind die Zeitsprünge, die ab und zu vorkommen.. Da werden gleich mal 1-2 Jahre ausgelassen.. Manchmal hätte ich gerne gelesen, was in den Zeitspannen noch passiert ist. Waren ja zum Teil nicht unwichtige Sachen.

Übrigens musste ich bei Elezaar immer an Tyrion denken.. So unähnlich sind sich beide ja nicht. Auch was die Intelligenz betrifft^^
Nur fand ich doof, dass er manchmal "The Fool" genannt wurde.. es gibt nur einen Fool, hmpf.

Melliandra. das Buch der Worte 1 von J.V. Jones

Melliandra
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2001
deutsche Ausgabe


Kurzbeschreibung
In der riesigen Burg Harvell, in der König Lesketh auf dem Sterbebett liegt, verknüpfen sich die Schicksale dreier völlig ungleicher Charaktere: In den königlichen Gemächern rebelliert die junge Prinzessin Melliandra gegen ihre Zwangsvermählung mit dem zwielichtigen Prinz Kylock. Und in den Küchen entdeckt der Bäckerjunge Jack plötzlich seine magischen, noch unkontrollierten Fähigkeiten. Zusammen fliehen die beiden aus der Burg, verfolgt von einem machtgierigen Zauberer. Gleichzeitig bricht ein junger Ritter auf, die legendäre Insel Larn zu suchen, um hinter ein uraltes Geheimnis zu kommen, das auch Jack und Melliandra betrifft ...

Eigene Meinung
Ich darf vorstellen: Mein Flop des Jahrzehnts. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, dieses Buch auf dem Flohmarkt zu kaufen. Schon allein die Beschreibung hätte mich wegrennen lassen müssen.
Aber es war früh....
Naja, egal. Ich weiß auch nicht, was mich dann dazu gebracht hat, dieses Buch für eine Leserunde vorzuschlagen. Ich frag mich noch heute, warum sich so viele Leute dazu gemeldet haben... Gruppenzwang, denke ich.
Ich bin wirklich motiviert ans Lesen gegangen! Ich will mir ja nicht sagen lassen, ich hätte Vorurteile! Ich war ganz unvoreingenommen damals. Und hab mich auch nicht an der Buchbeschreibung gestört...
Denn die Beschreibung alleine lässt einen eigentlich schon mit den Augen rollen. König..stirbt.. .junge rebellische Prinzessin... Zwangsvermählung... Bäckerjunge..magische Fähigkeiten... Ritter.. machtgieriger Zauberer....Geheimnis.... Nein, es springt kein Elf aus dem Busch. Wenigstens das bleibt uns erspart.
Okay...dann fängt das Buch an.. Klappe die 1. Fieser Mann vergewaltigt die Königin im Schlaf.
Klappe die 2. Zwei dümmliche Soldaten, die absolut nichts mit der nicht vorhandenen Handlung zu tun haben, führen ein dümmliches, sexistisches und peinliches Gespräch über Pfirsiche(?) und alte Frauen. Ich hatte abwechselnd Fragezeichen über dem Kopf und/oder einen angewiderten Gesichtsausdruck.. Zwischendurch wird dann von einem dicken Mann, nennen wir ihn dicker Mann 1, recht exotisches Essen vorbereitet. Was war es noch gleich? Urin-Eier und verfaultes Fleisch? Natürlich ist dies höchst wichtig für die Handlung...die ich immer noch suche.
Dann kommt auch noch irgendwann die Prinzessin ins Spiel, die sich ja nicht um ihr Äußeres schert, aber der es soo wichtig ist, auf dem Fest gut auszusehen. Zwischendurch wird sie von dicker Mann 2 betatscht. Jack hängt währenddessen in der Bäckerei rum und bemittleidet sich. Und den edlen Ritter hatte ich fast vergessen.. Tja..was tut der? Edel sein, vermute ich. Weil ein edler Ritter gehört ja in jede Geschichte. Egal, ob es passt oder nicht.
So. Dann flieht die Prinzessin, weil sie an den bösen Prinzen verheiratet werden soll. Jack flieht auch...weil er hat Brote verbrennen lassen. Dann treffen sich beide im Wald. Der Gott aus der Maschine geht weg, weil ihm das zu flach ist.
Sie werden noch verfolgt und so, aber da hatte ich schon kein Interesse mehr. Und das was ich hier geschrieben habe, ist tatsächlich nur ein kleines bisschen überzogen. Das Buch ist meiner Meinung nach einfach nur schlecht und lahm. Und voller Klischees. Ich hab das Gefühl, dass die Autorin sich gar nicht bemüht, innovativ zu schreiben. Außerdem find ich viele Gespräche einfach nur niveaulos..
Die Charas sind wie gesagt alle Stereotypen, ihr Handeln und Denken ist wenig nachvollziehbar. Es heißt schon viel, wenn mein Lieblingschara ein Pferd ist, welches 1-2 Mal erwähnt wurde.
Ich wette, es war intelligenter als Jack und Prinzessin zusammen.

Übrigens mag ich die "Sword of Shadows"-Reihe von J.V. Jones sehr gerne!

Rezension: Gardens of the Moon. The Malazan Book of the Fallen 1 von Steven Erikson

Gardens of the Moon
752 Seiten
Verlag: Tor
Erscheinungsjahr: 2005
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
Bled dry by interminable warfare, infighting and bloody confrontations with Anomander Rake, the Malazan Empire simmers with discontent. Its legions yearn for some respite.
For sergeant Whiskeyjack and his Bridgeburners, and Tattersail, surviving sorceress of the Second Legion, the aftermath of the siege of Pale should have been a time to mourn the dead. But Empress Laseen's gaze has fallen upon Daruhjistan. For this ancient citadel, last of the Free Cities of Genabackis, still holds out against her.
However, the empire is not alone in this great game. Sinister forces are gathering as the gods themselves prepare to play their hand...

Eigene Meinung
Es ist schwer, die komplexe Handlung des Buches in wenigen Worten zusammenzufassen.
Im Mittelpunkt steht das malazanische Imperium, welches sich immer mehr ausbreitet und immer mehr Städte erobert. Götter, Magier, Aufgestiegene, normale Soldaten und "elder" Rassen kämpfen um die Vormachtstellung..oft im Verborgenen..
Nach den ersten 200 Seiten hab ich nur Bahnhof verstanden. Man wird konfrontiert mit einer Fülle von Personen, wird mit geschichtlichen Daten und Geschehnissen zugeworfen und weiß nicht, was das eigentlich alles soll. Noch dazu kommt, dass Eriksons Schreibstil nicht leicht ist und man sich sehr konzentrieren muss, damit man nicht eine wichtige Information überliest. Innere Monologe sind außerdem auch keine Seltenheit.
Doch wenn man dran bleibt, kann man in eine unglaublich komplexe, bis zum kleinsten Detail ausgearbeitete Welt eintauchen. Schon alleine der Schreibstil ist ganz fantastisch und die Dialoge sind ein großer Pluspunkt. Viele Zitate habe ich mir sogar rausgeschrieben und das heißt schon etwas ;-)
Erikson hat sehr viel Zeit mit der Vorbereitung der Geschichte verbracht und dies merkt man auf jeden Fall. Zu jedem Felsen, zu jeder Stadt gibt es eine Geschichte. Alles wirkt echt und realistisch. Außerdem hat Erikson ein eigenes Magiesystem entwickelt, das auf die sogenannten "warrens" zurückgreift, welche alle einen bestimmten Aspekt haben (Denul-der Pfad des Heilens) und auch gleichzeitig Pfade oder ganze Welten sind. Wie genau die warrens funktionieren, welches es alle gibt und woher sie kommen, erfährt der Leser allerdings noch nicht. Insgesamt wird man eh in vielen Bereichen im Dunkeln gelassen. Das war durchaus beabsichtigt vom Autor, aber trotzdem kann ich verstehen, dass es für viele sehr nervig ist.
Toll finde ich Eriksons fantastische Orte, wie zum Beispiel die fliegende Festung Moon's Spawn oder die Stadt Daruhjistan, welche so lebhaft und detailliert beschrieben wird. Außerdem sind die Charaktere alle großartig. Zugegeben, es gibt viele – SEHR viele, aber mich hat es nicht gestört, da ich es gerne mag, wenn die Sichtweise oft wechselt. Erikson hat viele Rassen und Völker neu entwickelt, wie zum Beispiel die T'lan Imass oder Tiste Andii, die es so in anderen Bücher noch nicht gab. Seine Charaktere sind auch alle unterschiedlich und größtenteils vielschichtig und undurchschaubar. Die Charaktere verfolgen alle verschiedene Ziele und vieles davon bleibt dem Leser zunächst verborgen. Es wird intrigiert, gemordet und dabei wird es oft sehr blutig und..eklig. Erikson schont seine Leser nicht. Das Gute ist, dass bei so vielen Personen niemand sicher ist. Erikson scheut nicht davor zurück Hauptpersonen aus dem Spiel zu nehmen.
Besonders durch die Charaktere wird die Geschichte lesenswert.. Viele, wie zum Beispiel Quick Ben, einer der undurchsichtigsten Magier der ganzen Reihe, oder Kalam, sein Partner, sind mir ans Herz gewachsen. Ähnlich geht es mir mit den weiteren Bridgeburners, die zwar alle menschlich und den Göttern und Aufgestiegenen unterlegen sind, aber trotzdem Wege finden, diese auszutricksen..
Trotz vielem Gemetzel und Drama enthält die Reihe auch eine gute Portion Witz. Ich liebe den Humor der Soldaten einfach und lese deren Gespräche super gerne.. wie die ganze Reihe :)

......und ich LIEBE das Cover!

Rezension: The Lies of Locke Lamora. Gentleman Bastard 1 von Scott Lynch

The Lies of Locke Lamora
736 Seiten
Verlag: Spectra
Erscheinungsjahr: 2007
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
On a distant world, orphan Locke Lamora is sold into a crew of thieves and con artists. Soon his natural gifts make him an underworld celebrity, leader of the flamboyantly larcenous Gentleman Bandits. But there is someone who covets Locke's talents, his success, his very life, forcing him to put everything on the line to protect himself. With a world so vividly realized that it's positively tactile, and characters so richly drawn that they threaten to walk right off the page, this is one of those novels that reaches out and grabs readers, pulling us into the middle of the action.[...]

Eigene Meinung 
Den ersten Band hab ich einfach nur verschlungen. Locke Lamora und seine Freunde sind mir ganz schnell ans Herz gewachsen. Genauso wie die Erzählweise von Lynch. Besonders faszinierend fand ich die Stadt Camorr, weil sie so detailliert und lebendig beschrieben wird.
Etwas gestört haben mich am Anfang die Interludes, die immer mal wieder auftauchen und Ereignisse aus der Vergangenheit erzählen, die dem Leser die Hauptcharas näher bringen.
Aber irgendwann mochte ich gerade diese kurzen Ausschnitte ganz gerne..
Auffällig an dem Buch ist die derbe Sprache. "fucking" ist das am meisten benutzte Wort.. Aber irgendwie passts gut rein in die Geschichte und verleiht dem einen ganz bestimmten Charme. Und vor allem Witz. Viele Dialoge sind ganz große Klasse.
Überraschend für mich war der Wechsel von einer eher beschwingten Stimmung zu einen düsteren Atmosphere ungefähr in der Mitte des Buches. Da gehts dann viel, viel brutaler zu. Aber die Geschichte wird gleichzeitig auch rasanter und spannender. Der Showdown am Ende hat es echt in sich.

Rezension: Bewahrer des Chaos von Wladimir Wassiljew

Bewahrer des Chaos
416 Seiten
Verlag: Piper
Erscheinungsjahr: 2009
deutsche Ausgabe

Kurzbeschreibung
Seit Jahrhunderten schützen die Wächter des Tages und der Nacht die Grenze zwischen unserer Welt und der Anderswelt. Sie sorgen dafür, dass der Große Vertrag, den die Gegner einst schlossen, eingehalten wird. In St. Petersburg aber respektieren dunkle Andere, sogenannte Wilde, die alten Abkommen nicht länger. Der Tagwächter Arik soll die Ordnung in der Stadt wiederherstellen. Doch die Wilden fügen den Wächtern verheerende Verluste zu. In der Schlacht entdeckt Arik unter den Gegnern seine Geliebte. Er muss sie auf seine Seite ziehen, oder die Stadt ist dem Untergang geweiht. 

Eigene Meinung 
Da Wassiljew als Co-Autor von Sergej Lukianenko am 2. Wächter Buch (Wächter des Tages) mitgearbeitet hat, war ich sehr begeistert zu sehen, dass er jetzt ein eigenes Buch herausgebracht hat, welches auch im Wächter-Universum spielt. War genau das richtige für mich, nachdem ich so traurig war, als ich die Wächter-Tetralogie zu Ende gelesen hatte (ich hoffe ja noch auf mehr Teile..).

Wassiljew konzentriert sich auf die Mitglieder der Kiewer Tagwache, welche die Aufgabe bekommen, eine Gruppe nicht initiierter Anderer aufzuspüren und zurechtzuweisen, da diese sich nicht an den großen Vertrag halten und viel Unheil anrichten.
Man sieht hier schon, dass man viel Vorwissen braucht und vieles nicht versteht, wenn man die Wächter-Romane nicht kennt. Vor allem, da auch einige Charaktere von Lukianenko auftauchen und nicht näher beschrieben werden. Die ersten 3 Wächter-Romane sind somit vorausgesetzt.

Die Auftritte der bekannten Personen sind das Beste an diesem Buch. Ansonsten hat es mich leider komplett enttäuscht.

Es passiert alles zu langsam..viel zu langsam. Der erste Teil des Buches handelt fast nur von der Reise der Wächter nach St. Petersburg und beeinhaltet viele Szenen und Dialoge, die für die Handlung einfach nicht wichtig sind und belanglos wirken.
Bis auf Saufen, Essen und sich peinliche Geschichten erzählen tun die Wächter nichts anderes.. So kommt natürlich keine Spannung auf.

Der Schreibstil konnte mich auch nicht überzeugen. Vieles wirkt unbeholfen und vor allem die Dialoge sind nicht gelungen.
Ich hasse es, wenn ich zu viel Umgangssprache lesen muss. Und gegen mehr als ein Satzzeichen hab ich auch was^^

Beispiel:
"(...)Ohne jede Magie!!! Prust, haha!"

..da fehlte wirklich nur noch "OMFG, LOOL!!"

Gestört hat mich auch noch der schnelle Perspektivwechsel. Manchmal wurde auf einer Seite bis zu 3 Mal die Sicht gewechselt.. Am Ende wusste man gar nicht mehr, wessen Blickwinkel man da gerade hat.
Übrigens wurde man durch die vielen verschiedenen Namen der Protagonisten verwirrt.. Die haben ihren normalen Namen, eine Abkürzung davon (die man aber auf den ersten Blick nicht immer als diese erkennt..) und ihren "Zwielicht-Namen". Es nervt, wenn eine Person auf einer Seite einmal "Laik", einmal "Scheremetjew" und dann nochmal "Tawiskaron" genannt wird... Reicht nicht ein Name??

Nach der Hälfte des Buches kommt der erste Höhepunkt, der leider viel zu schnell wieder vorbei ist... Danach plätschert die Handlung wieder vor sich hin..

..bis es auf den letzten 40 Seiten sehr skuril wird. Da taucht auf einmal ein böser Jamaikaner auf, der vorher absolut nichts mit der Geschichte zu tun hatte und jetzt der Oberböse sein soll. Fand ich unglaubhaft und zu weit hergeholt.

War echt froh, als ich das Buch durchgelesen hatte.

Monday, 28 March 2011

Rezension: Heaven, Stadt der Feen von Christoph Marzi

Heaven, Stadt der Feen
358 Seiten
Verlag: Arena
Erscheinungsjahr: 2009
deutsche Ausgabe

Kurzbeschreibung
Feenblut fließt in den Adern von Heaven. Aber bisher weiß das Mädchen noch nichts von ihrer besonderen Abstammung. Als die Jagd auf sie beginnt, ist Heaven ist ganz auf sich gestellt. David dagegen findet sein Leben ziemlich normal. Gut, seine Ex hat ihn gerade verlassen, aber kein Grund für ein Hollywood-Drama. Doch dann trifft er hoch auf den Dächern Londons Heaven. Und Davids Leben ändert sich für immer.

Eigene Meinung
Nach "Somnia", das mich leider enttäuscht hat, ist "Heaven" mal wieder ein typisches Marzi-Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Es spielt, wie schon die Emily Laing-Trilogie, in London und viele bekannte Orte werden mit in die Geschichte eingebunden. Marzi webt Mythen und Legenden mit hinein und lässt London sehr lebendig und fantastisch erscheinen. Er erschafft eine besondere Atmosphäre und der Leser wird regelrecht in die Geschichte hineingezogen. Der Hauptcharakter, David, ist ein typischer Marzi-Chara, wie er ihn schon öfter erstellt hat, aber trotzdem sehr liebenswert und authentisch dargestellt. Heaven ist geheimnisvoll, hübsch, aber trotzdem irgendwie ein normales Mädchen. Auch sehr sympathisch, obwohl sie manchmal etwas rumzickt. Die Beziehung der beiden zueinander wird langsam aufgebaut und wirkt nicht gestellt oder künstlich.

Die Story an sich ist zu vergleichen mit einer Verfolgungsjagd. David und Heaven sind auf der Flucht vor zwei mysteriösen Männern, die von einem unbekannten Auftraggeber geschickt worden sind um Heaven zu schnappen. Es ist rasant, spannend und am Ende gibts sogar einen großen Showdown. Obwohl vieles vorhersehbar war, fand ich es am Ende gut gelöst.

Besonders erwähnen möchte ich noch die Nebencharas, die Marzi sehr schön dargestellt hat. Da wären zum Beispiel Miss Trodwood, die Besitzerin eines Buchladens und Chefin von David, die jedes Buch auftreiben kann, oder der alte Mr. Merryweather, der Bücher so liebt und früher seiner Frau immer aus ihnen vorgelesen hat...

Ganz rührend fand ich die Geschichte von Sarah Jane.. Da hatte ich sogar einmal Tränen in den Augen.

Fazit: Schönes, märchenhaftes Buch, nicht nur für Kinder und Jugendliche.

Rezension: Heart of the Mirage. Mirage Makers 1 von Glenda Larke

Heart of the Mirage
466 Seiten
Verlag: Orbit
Erscheinungsjahr: 2007
englische Ausgabe

 
Kurzbeschreibung
Stolen from her people as a child and raised as a citizen of the Tyranian Empire, Ligea Gayed is the obvious choice to despatch to her homeland, occupied Kardiastan, with orders to root out a rebel conspiracy. At first, she devotes herself to her new assignment with zeal. Adopted daughter of the Empire's greatest general, and possessing a fearsome reputation within the ruthless Imperial spy network known as the Brotherhood, Ligea views herself as a loyal servant of Tyrans. But blood will out, and with each day she spends among her parents' people, her disciplined self-image crumbles a little. And there are secrets in Kardiastan, secrets that will inevitably force Ligea to choose between her upbringing and her birthright. Secrets that will shape the destiny of two nations...

Eigene Meinung
"The Heart of the Mirage" ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und erzählt die Geschichte von Ligea Gayed, die als kleines Kind aus ihrem Heimatland Kardiastan ins daneben liegende Tyr gebracht wurde und dort als Adoptivtochter eines Generals aufgewachsen ist. Ligea wird stolze Bürgerin von Tyr, das ein wenig an das römische Reich erinnert, und ist mit ihrem Leben zufrieden..bis sie die Aufgabe bekommt, nach Kardiastan zu reisen, um dort einen Rebellen festzunehmen.
Ab hier wird es interessanter. Ligea wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, gerät in Gewissenskonflikte und bemerkt, dass sie etwas Besonderes ist... Ab jetzt spielt auch Magie eine größere Rolle. Kardiastan unterscheidet sich sehr von Tyr. Erstmal gibt es hier keine Sklaven, die Menschen wollen sich den Tyrans nicht unterwerfen und es ist die Rede von mysteriösen Miragern...die Wunder vollbringen sollen.
Obwohl das Buch sehr schön zu lesen ist, sind mir doch nach einem Viertel einige Längen aufgefallen. Die Reise von Ligea nach Kardiastan ist eher ereignislos, genauso wie die erste Zeit dort. Es bleibt aber nicht dabei, sondern wird spannender.
Einige Veränderungen Ligeas finde ich nicht ganz nachvollziehbar und zu plötzlich. Sie wird als sehr skrupellos und hart beschrieben (erinnerte mich manchmal an Adjunct Tavore aus Erikson's Büchern^^) und vieles passt dann einfach nicht wirklich. Manchmal dachte ich, dass ich später von einer ganz anderen Person lese.
Sehr schön beschrieben fand ich die Shiver Barrens in Kardiastan und besonders das Land der Mirage Makers.. Das ist wirklich eine gute Idee, die mir sehr gefällt und kreativ umgesetzt wurde. Auch die Mirage Makers, ihre Kommunikation zu den Menschen und einfach das was sie tun, fande ich sehr interessant. Genauso die Bedrohung durch die "Verwüstung" fand ich gut beschrieben und sehr erschreckend.
Dann hat das Buch auch noch eine gute Portion Dramaaa. Dramatische Entscheidungen, Verhängnisvolle Verbindungen(^^)... und natürlich Romantik. Wobei mir das zum Teil etwas zu schnulzig war.
Trotz Ligeas Entwicklung, die nicht immer ganz glaubhaft war, einiger Klischees und der eher vorhersehbaren Story war es nette Unterhaltung. Ich hoffe, dass Ligea nicht ganz zur Mary Sue wird im nächsten Teil... Ansätze waren leider zu sehen. 

 

Zitat des Tages

"What is honor compared to a woman's love? What is duty against the feel of a newborn son in your arms . . . or the memory of a brother's smile? Wind and words. Wind and words. We are only human, and the gods have fashioned us for love. That is our great glory, and our great tragedy." (George R. R. Martin, A Game of Thrones)

Rezension: The Lion of Senet. Second Sons 1 von Jennifer Fallon

Lion of Senet
672 Seiten
Verlag: Orbit
Erscheinungsjahr: 2005
englische Ausgabe




Kurzbeschreibung
Life has been good on the world of Ranadon, illuminated both day and night by the light of its greater and lesser suns. The dark ages were banished by Belagren, High Priestess of the Shadowdancers and her political position seems unassailable. However, a series of events escalate, breaking old alliances and breeding new and deadly rivalries. A volcanic eruption divides the seas between the kingdoms of Senet and Dhevyn, and an ill-omened sailor is thrown onto the island of Elcast. His arrival is a catalyst - baring old hatreds and secrets best left hidden. He brings fear to the Duke of Elcast and Antonov, the influential Lion of Senet is drawn to the island. The second sons of these powerful individuals develop a strong friendship, but it may not survive events set in motion by their ambitious families ...

Eigene Meinung
Die Geschichte spielt auf der Welt Ranadon, mit ihren 2 Sonnen, deren Bewohner an die Göttin glauben, die ihnen die Zeit der Schatten gebracht haben soll, um so alle Menschen zu strafen. Durch ein Opfer aus der Königsfamilie sollte die Göttin wieder besänftigt und das Zeitalter der Schatten beendet werden. So kam es tatsächlich, aber dem Leser wird schnell klar, dass es nicht so ist, wie es scheint. Die Göttin verlangt viele Opfer und die rational denkenden Menschen wundern sich, ob alles mit rechten Dingen zugeht.. Hier sind wir auch schon bei den größten Themen der Geschichte: Religion, Glaube und auf der anderen Seite Vernunft. Fallon schafft es mit Rückblick auf die Vergangenheit von Ranadon die Denkweisen der Menschen zu vermitteln und so die Entstehung des Glaubens zu skizzieren. Das alles schildert sie sehr spannend und interessant. Es scheint etwas anderes hinter dem plötzlichen Verschwinden einer Sonne und dem daraus folgenden Zeitalter der Schatten zu stecken, aber dies bleibt ein Geheimnis, welches es aufzuklären gilt.

Die Charaktere sind wieder wunderbar gezeichnet. Ich glaube ich habe noch nie jemanden so verabscheut wie Marqel..Dieses kleine Biest.. Im Gegensatz dazu finde ich aber Dirk (obwohl mir der Name noch immer nicht gefällt..) sehr klasse. Vor allem, da er durch seine Intelligenz und Gerissenheit sehr viel erreicht und ich gerne seinen Gedanken folge.
Ich hab leider gemerkt, dass ich mich allgemein nicht wirklich mit Fallon's weiblichen Hauptcharas anfreunden kann. Tia zum Beispiel fand ich ganz okay am Anfang, aber in der 2. Hälfte ist sie nur am meckern und macht bestimmte Personen runter. Das hat echt genervt auf Dauer. Eine sehr interessante Person ist auf jeden Fall auch der "Lion of Senet", Antonov Latanya, der mit ganzem Herz an die Göttin glaubt, seinen Sohn für sie geopfert hat und viel Unrecht tut.. Im Glauben daran, dass er richtig handelt.
Freundschaft ist ein anderes großes Thema. Ich finde es super wie Fallon die Beziehungen der Charaktere zueinander darstellt, wie diese entwickelt werden und in welche Richtungen sie laufen. Vieles kommt da unerwartet.
Gegen Ende wurde das Buch unglaublich spannend und dramatisch.. Vieles hat sich geändert, vieles wurde aufgeklärt und viele Freundschaften sind zerbrochen.. Ich bin echt gespannt, wie alles endet. Das kann man so gar nicht absehen.

Sehr schöne, gut durchdachte Geschichte mit tollen Charakteren und Orten! Ich hoffe man bekommt im nächsten Band etwas mehr über das ominöse, geheimnisvolle Labyrinth zu lesen.


Rezension: Fool Moon. Dresden Files 2 von Jim Butcher

Fool Moon
342 Seiten
Verlag: Roc
Erscheinungsjahr: 2001
englische Ausgabe



Kurzbeschreibung
Business has been slow. Okay, business has been dead. And not even of the undead variety. You would think Chicago would have a little more action for the only professional wizard in the phone book. But lately, Harry Dresden hasn't been able to dredge up any kind of work - magical or mundane. But just when it looks like he can't afford his next meal, a murder comes along that requires his particular brand of supernatural expertise. A brutally mutilated corpse. Strange-looking paw prints. A full moon. Take three guesses - and the first two don't count ...


Eigene Meinung
Der zweite Harry Dresden schafft es wieder zu überzeugen. Dieses Mal bekommt es Harry mit Werwölfen zu tun. Hier macht es sich Butcher nicht etwa einfach, sondern spricht von mehreren, unterschiedlichen Werwolf-Arten. Er schafft es, das sehr ausgelutschte Thema dadurch für mich interessant darzustellen.
Die Handlung ist sogar noch rasanter und actionreicher als die im ersten Teil. Harry muss sehr viel einstecken, wird zum Punshingball für seine Feinde und ist oft mit den Kräften am Ende. Die Charaktere, besonders natürlich Harry, gewinnen an Tiefe. Man erfährt mehr aus seiner Vergangenheit, lernt seine sensible Seite kennen und fiebert vor allem mit. Auch die Nebencharas werden jetzt vielschichtiger, allen voran Susan, die sich in eine sehr schöne Richtung entwickelt hat.
Die Harry Dresden Romane kann ich wirklich nur empfehlen. Sind zwar nicht so anspruchsvoll aber verdammt gute Unterhaltung und super geschrieben.. Ich liebe die Bücher einfach.

Rezension: Storm Front. Dresden Files 1 von Jim Butcher

Storm Front
320 Seiten
Verlag: Roc
Erscheinungsjahr: 2000
englische Ausgabe

 
Kurzbeschreibung
Lost items found. Paranormal Investigations. Consulting. Reasonable rates. No Love Potions, Endless Purses, or Other Entertainment. Harry Dresden is the best and technically the 'only' at what he does. So when the Chicago P.D. has a case that transcends mortal capabilities, they come to him for answers. For the 'everyday' world is actually full of strange and magical things - and most of them don't play well with humans. That's where Harry comes in. Takes a wizard to catch a - well, whatever.

Eigene Meinung
Ein wirklich sehr gelungener Auftakt einer Reihe. Fantasy Krimis lese ich nicht oft und deshalb war es eine schöne Abwechslung und sicher nicht der letzte, den ich gelesen habe. Harry Dresden ist ein echter Zauberer, in unserer Welt, zu unserer Zeit, der es aber schwer hat an Arbeit zu kommen und vor allem - ernst genommen zu werden. Denn wer glaubt schon an echte Magie und echte Zauberer? Harry Dresden ist eine sehr sympathische Person mit Stärken und Schwächen. Was ich an ihm besonders mag, ist sein Humor und natürlich sein Haustier, ein großer Kater namens "Mister". Die Geschichte ist spannend, witzig und man kann sie schnell lesen. Das Buch hat "nur" 320 Seiten und es ist in sich abgeschlossen. Ich freue mich schon auf neue Fälle von Harry Dresden, einem der coolsten Zauberer überhaupt.

Rezension: Dust of Dreams. The Malazan Book of the Fallen 9 von Steven Erikson

Dust of Dreams
889 Seiten
Verlag: Bantam
Erscheinungsjahr: 2009
englische Ausgabe


Kurzbeschreibung
On the Letherii continent the exiled Malazan army commanded by Adjunct Tavore begins its march into the eastern Wastelands, to fight for an unknown cause against an enemy it has never seen.

The fate awaiting the Bonehunters is one no soldier can prepare for, and one no mortal soul can withstand — the foe is uncertainty and the only weapon worth wielding is stubborn courage. In war everyone loses, and this brutal truth can be found in the eyes of every soldier in every world.

Destinies are never simple. Truths are neither clear nor sharp. The Tales of the Malazan Book of the Fallen are drawing to a close in a distant place, beneath indifferent skies, as the last great army of the Malazan Empire seeks a final battle in the name of redemption. Final questions remain to be answered: can one’s deeds be heroic when no one is there to see it? Can that which is unwitnessed forever change the world? The answers await the Bonehunters, beyond the Wastelands…

Eigene Meinung
Meine Erwartungen an das Buch waren hoch - sehr hoch! Und da ich absoluter Erikson-Fan bin und seine Bücher bisher alle genial fand, ist das auch berechtigt. Aber im Nachhinein wurden meine Erwartungen dieses Mal nicht erfüllt. Der Schreibstil ist mal wieder super, daran gibt es nicht zu meckern. Erikson schweift zwar manchmal etwas ab, seine Charaktere philosophieren gerne, aber es bleibt trotzdem noch alles im Rahmen. Das Problem war, dass sich die Handlung endlos gezogen hat. Die ganze erste Hälfte passiert herzlich wenig. Und was noch viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass Erikson mal wieder sehr viele neue Charaktere einführt und es somit mehrere Handlungsstränge gibt, die einfach so sinnlos erscheinen, weil sie nichts mit den Handlungen in den vorherigen Teilen zu tun haben. Manche davon werden gut aufgeklärt und man erkennt dann doch einen Zusammenhang, aber meistens zieht es sich vorher so lange hin und man erkennt einfach nicht, was das jetzt soll. 
Ich hätte liebend gerne mehr über bekannte Charaktere gelesen. Es gibt wichtige Figuren, die schon 2-3 Bücher nicht mehr wirklich vorgekommen sind. Man nehme nur Paran. Silverfox. Apsalar. Was ist mit Kalam geschehen? Meiner Meinung nach hätte Erikson sich mehr darum bemühen sollen, verschiedene Handlungsstränge zu Ende zu führen. Es ist der vorletzte Band und viel Zeit bleibt nicht mehr. Ich habe Angst, dass der letzte Band eine echte Enttäuschung wird und alles halbherzig zu Ende geführt wird. Schön wäre, wenn es dieses mal keine neuen Charaktere mehr gibt.
Ein anderer Punkt, der mich gestört hat, ist, dass viele Personen einfach immer wiederkommen, obwohl sie gestorben sind.. Eine Person war untot...dann lebendig...dann tot..und jetzt wieder untot.. Äh...
Aber es gibt natürlich auch Positives zu vermelden. Der Handlungsstrang der Bonehunters war unglaublich gut. Sehr spannend, rührend, lustig, actionreich - so wie man es von Erikson kennt. Auch die Passagen zu dem Errant und co. fande ich interessant zu lesen.. Genauso, wie die Handlung um Setoc, die wohl die einzige neue Person ist, mit der ich mich anfreunden konnte. Am Ende tauchen dann überraschenderweise doch noch altbekannte Figuren auf und das hat mich sehr gefreut. Auch gibt es viele Überraschungen.
Und dann wären da natürlich noch die cliffhanger am Ende. Zum Glück hat Erikson die Leser vorgewarnt. Wenn ich es nicht gewusst hätte, wäre ich wohl total frustriert gewesen. So konnte ich mich jedenfalls darauf vorbereiten. Wer die letzte Schlacht überlebt hat und wer gestorben ist, erfährt man erst im nächsten Band. 

Rezension: Echt zauberhaft von Terry Pratchett

Echt zauberhaft
352 Seiten
Verlag: Goldmann
Erscheinungsjahr: 1997
deutsche Ausgabe

Kurzbeschreibung
Aus dem achatenen Reich (unserem China nicht ganz unähnlich) erreicht die Zauberer der Unsichtbaren Universität ein Hilferuf. Das Land steht kurz vor dem Zusammenbruch, nur der Große Zaubberer könne noch helfen. Man ist ratlos. Wer ist der Große Zaubberer? Da keiner der ehrenwerten Universitätszauberer bereit ist, das Risiko einer so gefahrvollen Reise auf sich zu nehmen, einigt man sich auf den armen Rincewind, da er der einzige ist, der sich mangels Anwesenheit nicht wehren kann. Mit einem magischen "Beamstrahl" befördert man ihn in das achatene Reich, wo er herumirrt und dann recht schnell im Gefängnis landet. Dort trifft er auf die Untergrundkämpfer, die den Hilferuf nach Ankh-Morpork geschickt hatten. Allerdings hat er mit Revolutionen nicht allzu viel am Hut, und so kostet es viel Überzeugungskraft, bis Rincewind mehr oder weniger bereit ist, ihnen zu helfen. Sie stoßen bei ihren Aktionen bald auf die unglaublichste Verbrechertruppe der Welt: den steinalten Cohen mit seiner Grauen Horde, von der wohl keiner jünger als siebzig ist. Und ein bisschen wird Rincewind seinem Ruf als Großer Zaubberer dann doch gerecht, als er auf der Flucht vor irgend etwas auf eine unterirdische Höhle mit Hunderten von tönernen Kriegern stößt, die legendäre Rote Armee. Durch Zufall lernt er, diese Tonfiguren zu steuern, und so steht der Revolution eigentlich nichts mehr im Wege.

Eigene Meinung
Auf dieses Buch hab ich mich sehr gefreut. Die Zauberer und Rincewind sind meine Lieblingscharakteren und dementsprechend habe ich viele lustige Szenen erwartet. Ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht. Das Buch ist meiner Meinung nach der beste Pratchett bisher. Was sicher auch am Auftritt der "Grauen Horde", angeführt von Cohen, dem Barbar, liegt. Und natürlich deren Lehrer, Herr Zerwelatwurst - einer der besten Namen überhaupt.
Das Buch ist so unglaublich lustig, die Handlung flott und auch das Ende wirkt nicht an den Haaren herbeigezogen. Mehr kann ich eigentlich nicht dazu sagen. Außer, dass ich wirklich begeistert bin und es eine Freude war dieses Buch zu lesen! Bei vielen Stellen hab ich mich echt kaputt gelacht.. Was in der Bahn nicht so ganz gut angekommen ist Komisch eigentlich.

Rezension: Im Bann der Göttin. Alanna, die Löwin von Tortall 2 von Tamora Pierce

Im Bann der Göttin
200 Seiten
Verlag: Arena
Erscheinungsjahr: 1994
deutsche Ausgabe


Kurzbeschreibung
Seit vier Jahren bereitet sich Alanna von Trebond am Hof des Königs von Tortall auf die Ritterprüfung vor. Nur wenige Menschen wissen, dass sie ein Mädchen ist. Doch der mächtigste Magier des Landes, der den Thron an sich reißen möchte, hat Verdacht geschöpft.

Eigene Meinung
Es IST ein Jugendbuch. Und das merkt man schon sehr deutlich. Zum einen an der sehr einfachen Sprache, zum anderen an der Durchschaubarkeit der Geschichte. Es gibt viele abgehackte Szenen, die einfach nicht ausführlich genug beschrieben sind. Vieles kommt einem zu gehetzt vor und auch die Zeitsprünge sind riesig. Für 7-13jährige ist das Buch sicher sehr geeignet, aber für mich nicht mehr. Früher hätte ich es sicher auch gemocht und überlege jetzt, ob ich die Reihe nicht meiner bald 8jährigen Cousine schenken soll.
Insgesamt ist das Buch schon sehr arg übertrieben. Alanna, der Hauptcharakter, kann einfach alles. Das wird hier noch deutlicher als im 1. Band. Sie ist die Stärkste, besiegt einfach jeden, auch wenn derjenige viel älter, erfahrener und größer ist und mit Magie kann sie auch klasse umgehen. Auch mit den Namen kann ich mich nicht recht anfreunden. "Jonathan" und "Stefan" passen meiner Meinung einfach nicht in eine Mittelalter-Welt.. Auch, dass die Charaktere Limonade trinken fand ich nicht so ganz glaubhaft.
Der Showdown am Ende war, wie so viele Szenen, zu plötzlich und weit hergeholt..
Kein schlechtes Buch, aber nur geeignet für Kinder und Jugendliche bis 13 Jahre.

Rezension: Die Diebin. Die Tochter des Magiers 1 von Torsten Fink

Die Diebin
414 Seiten
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsjahr: 2009
deutsche Ausgabe

Kurzbeschreibung
Maru ist eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in der Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie vom skrupellosen Grabräuber Tasil gekauft wird - der Maru als Figur in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch ein uralter Daimon namens Utukku entwickelt Interesse an der jungen Frau. Denn er hat erkannt, dass in den Adern der Sklavin das Blut der mächtigen Magier der Sümpfe fließt ...

Eigene Meinung
Wie man an der Beschreibung erkennt, ist es wirklich nichts Neues. Man sollte keine innovative Fantasy-Geschichte erwarten, wenn man das Buch kauft. Trotzdem hat es mir recht gut gefallen. Die Geschichte ist leicht durchzulesen und auch der Schreibstil ist sehr angenehm. Die Geschichte spielt sich an 3 Tagen ab und ist dementsprechend in 3 Kapitel eingeteilt. 
Die 2 Hauptcharaktere, Maru und Tasil, sind auch insgesamt glaubhaft beschrieben. Über Maru erfährt man noch nicht soo viel - sie ist beobachtende Person, aus ihrer Sicht wird beschrieben, aber sie bleibt meistens im Hintergrund und ist zum Teil etwas emotionslos. Aber ausbaufähig. Tasil hingegen, ihr "Besitzer", ist da schon viel mehr ausgearbeitet. Er ist ein Charakter, wie ich ihn gerne habe. Ein kaltherziger, skrupelloser Fiesling, der über Leichen geht, aber trotzdem irgendwie nicht unsympathisch ist. Ich hab sogar teilweise mit ihm mitgefiebert.
Insgesamt war es doch ein gelungener Auftakt einer Trilogie, die auch noch durch überraschende Momente und einen vernünftigen Abschluss und trotz offen gebliebener Fragen überzeugen konnte!

Rezension: Kushiel's Dart von Jacqueline Carey

Kushiel's Dart
928 Seiten
Verlag: Tor Books
Erscheinungsjahr: 2002
englische Ausgabe


Kurzbeschreibung
Born with a scarlet mote in her left eye, Phèdre nó Delaunay is sold into indentured servitude as a child. When her bond is purchased by an enigmatic nobleman, she is trained in history, theology, politics, foreign languages, and the arts of pleasure. Above all, she learns the ability to observe, remember, and analyze. Exquisite courtesan, yet talented spy, she may seem an unlikely heroine...but when Phèdre stumbles upon a plot threatening her homeland, Terre d'Ange, she has no choice but to act.
Betrayed into captivity in the barbarous northland of Skaldia, and accompanied only by disdainful young warrior-priest, Phèdre makes a harrowing escape and an even more harrowing journey, to return to her people and deliver them a warning of the impending invasion. And that proves only the first step in a quest that will take her to the edge of despair and beyond. 


Eigene Meinung
Mit über 900 Seiten ist es ein wirklich dickes Buch und der Anfang in die Lektüre beginnt nicht gerade leicht. Das Namensverzeichnis sollte man lieber schnell überspringen, denn sonst wird man von französisch klingenden ellenlangen Namen erschlagen. 
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Phèdre geschrieben und beginnt in ihrer frühen Kindheit. Die Sprache klingt etwas altertümlich und oft wird vieles ausgeschmückt, was mich aber nicht wirklich gestört hat. Ich finde altes Englisch klingt toll.
Der Einstieg in die Geschichte ist ruhig und für manche vielleicht etwas langatmig. Das Buch wirkt an manchen Stellen wie eine Biografie von Phèdre. Trotzdem hat mich die Geschichte bereits am Anfang gepackt. Die Atmosphäre, die geschaffen wird und die Erzählweise mit vielen Rückblicken auf die Geschichte des Landes finde ich sehr gelungen. Phèdre ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie ist ein sehr spannender Charakter, mit vielen Eigenarten, die sie besonders machen..
Was mich etwas verwirrt hat, waren die politischen Geschehnisse.. Da hab ich am Anfang nicht ganz durchgeblickt, weil irgendwie jeder intrigiert hat und mit diesem und jenem verfeindet war..
Wahrscheinlich war das aber so gewollt von der Autorin, da wir nur Phèdres Sichtweise kennen und auch diese am Anfang nicht ganz durchgeblickt hat..
Erwähnenswert ist noch, dass es in dem Buch einige SM/Sex-Szenen gibt. Jedoch nicht so, dass das Buch als Softporno abgestempelt werden kann. Der Leser wird zwar nicht geschont, aber es wirkt nie pervers oder eklig. Carey beschreibt wirklich schön.. Manchmal fast poetisch. Ich hoffe das kommt bei der deutschen Übersetzung auch genauso rüber.